Kristen Stewart enthüllt: Ihr Regiedebüt veränderte alles
Kristen Stewart (35) gibt mit "The Chronology of Water" ihr Debüt als Regisseurin – und zeigt sich dabei von einer ganz neuen Seite. Der Film, der ab dem 20. März in den Kinos läuft, basiert auf dem autobiografischen Roman von Lidia Yuknavitch und erzählt die Geschichte einer Frau, die als Jugendliche missbraucht wird, als Leistungsschwimmerin trainiert und später in Drogensucht abrutscht, bevor sie sich als queere Schriftstellerin befreien kann. Kristen, die seit ihrem neunten Lebensjahr vor der Kamera steht, erklärt im Interview mit dem Magazin Profil, dass sie schon lange das Gefühl hatte, mehr zu wollen: "Ich wollte in der Lage sein, eine andere Rolle zu spielen als jene, die mir vorgegeben war." Mit ihrem furchtlosen Regiedebüt folgt die Schauspielerin nun endlich ihrem Instinkt und beweist ihr großes Talent hinter der Kamera.
Der Weg zu diesem Projekt war allerdings alles andere als einfach. Zehn Jahre lang kämpfte Kristen für die Finanzierung ihres Films, wobei sie mit zahlreichen Eintrittsbarrieren konfrontiert wurde. "Es ist ein Risiko, eine Frau als Heldin zu haben. Weil wir das nicht gewohnt sind", erklärt die Schauspielerin und spricht damit ein grundlegendes Problem in Hollywood an. Sie wollte sich dabei nicht von ängstlichen Meinungen anderer beeinflussen lassen und vertraute komplett auf ihre Instinkte. "Wenn man anfängt, sein Innerstes zugunsten der Verkäuflichkeit zu verändern, ist das Ergebnis falsch", betont sie. Die Hauptrolle übernahm Imogen Poots (36), die nach Kristens Ansicht perfekt zur Figur passt. Privat findet die Regisseurin ihre Zuflucht inzwischen lieber in Büchern als im Internet: "Das Internet macht mich krank, aber Bücher machen, dass ich mich besser fühle", gesteht sie.
Kristen ist bereits seit ihrem neunten Lebensjahr im Filmgeschäft tätig und wurde durch die Twilight-Saga in den Nullerjahren zum Weltstar. Ihre Eltern waren beide in der Filmindustrie beschäftigt und nahmen sie während ihrer gesamten Kindheit mit an Filmsets. "Es hat mir gezeigt, dass ich den Rest meines Lebens auf Filmsets verbringen will", erzählt sie im Interview. Die Schauspielerin, die auch eine Oscar-Nominierung vorweisen kann, blickt trotz aller Herausforderungen positiv auf ihre Karriere zurück: "Ich muss von einem verdammten Engel geküsst worden sein. Alles bisher war großartig. Ich hatte wirklich Glück." Dass sie als Schauspielerin nicht immer mit derselben Wertschätzung behandelt wurde wie als Regisseurin, gehört jedoch ebenfalls zu ihren Erfahrungen in der Branche. Aktuell möchte sie sich voll und ganz auf das Filmemachen konzentrieren und schließt auch nicht aus, irgendwann etwas aufs Papier zu bringen – auch wenn sie sich derzeit lieber auf ihre Arbeit als Regisseurin fokussiert.








