Kristen Stewart sollte über Beziehungen mit Frauen schweigen
Kristen Stewart (35) spricht Klartext: Die Schauspielerin hat in einem Interview mit ABC News geschildert, wie ihr in Hollywood lange nahegelegt wurde, ihre Beziehungen zu Frauen zu verstecken. Die 35-Jährige erinnert sich an Ratschläge, auf dem roten Teppich hetero zu wirken und Händchenhalten mit der Freundin zu vermeiden. Doch Kristen entschied sich bewusst dagegen und outete sich öffentlich – ein Schritt, den sie als unverzichtbar für ihr Leben beschreibt. "Es ging mir weniger darum, Details meiner Beziehung zu teilen, sondern vielmehr darum, anzuerkennen, dass es Menschen gibt, die nicht in vollem Umfang am Leben teilhaben können, weil sie sich verstecken müssen", sagte sie dem Sender. Ihre klare Ansage: Ein Leben im Halbschatten kommt für sie nicht infrage.
Die Twilight-Ikone hatte bereits 2017 in Saturday Night Live für Aufsehen gesorgt, als sie sich mit Blick auf frühere Tweets von Donald Trump (79) auf der Bühne positionierte: "Ich bin total lesbisch." Zuvor habe sie immer wieder hören müssen, Diskretion sei besser für die Karriere. "Deiner Karriere würde es besser tun, wenn du nicht mit deiner Freundin händchenhaltend nach draußen gehen würdest", hätten ihr viele geraten, so Kristen. Ihre Antwort: "Ihr wollt also, dass ich ein unvollständiges Leben führe? Und ihr wollt, dass ich ein System aufrechterhalte, das Menschen ausschließt? Das kann ich einfach nicht." Das Coming-out sieht sie heute als persönlichen, aber ebenso politischen Schritt – ein Statement gegen Strukturen, die Menschen wegen ihrer Sexualität an den Rand drängen.
Abseits der Schlagzeilen über ihr Liebesleben – Kristen war einst mit Robert Pattinson (39) zusammen und ist seit 2019 mit der Drehbuchautorin Dylan Meyer (38) liiert – hat sich die Schauspielerin ein künstlerisch eigenständiges Profil erarbeitet. Neben großen Romanzen und Indie-Filmen arbeitet sie auch hinter der Kamera, ihr Regiedebüt "The Chronology of Water" feierte im vergangenen Jahr Premiere. Im Privaten zeigt sie sich gerne unkompliziert, sucht Nähe zu Freundeskreis und Partnerin, statt Glamour um jeden Preis. Wenn die Künstlerin heute über Sichtbarkeit spricht, klingt darin auch Fürsorge mit: für Menschen, die noch ringen, sich zu zeigen – und für ein Umfeld, in dem man Händchenhalten nicht erklären muss.









