Collien Fernandes redet mit zittriger Stimme über Deepfakes

Collien Fernandes redet mit zittriger Stimme über Deepfakes

- Theresa Neureuter
Lesezeit: 2 min

Collien Fernandes (44) hat bereits vor Bekanntwerden der schweren Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) in der WDR-Talkshow "Kölner Treff" erstmals öffentlich über die jahrelange Täuschung gesprochen, die sie in den vergangenen Jahren erlebt haben soll – jedoch ohne Namen zu nennen. Die Moderatorin zeigte sich sichtlich bewegt, als sie schilderte, wie jemand unter ihrem Namen Fake-Profile in sozialen Netzwerken erstellt haben soll. "Das ist tatsächlich ein hartes Thema", sagte sie in der Sendung. Wie sie von den gefälschten Profilen erfuhr, beschrieb sie eindringlich: Ein Kollege habe ihr eine Konversation gezeigt, worüber sie erst mitbekam, dass sich jemand seit Jahren auf Social Media unter ihrem Namen angemeldet haben soll. Laut einem Bericht des Spiegels hat Collien mittlerweile Anzeige gegen ihren Ex-Mann Christian erstattet.

Die Vorwürfe wiegen schwer: Christian soll laut dem Magazin über Jahre hinweg in Colliens Namen Kontakt zu Männern aus ihrem direkten Umfeld aufgenommen haben. "Es wurde dann immer flirtiver. Man hat miteinander telefoniert. Das ging in den Telefonsex über", berichtete sie in der Talkshow. Schließlich seien auch intime Inhalte verschickt worden: "Dann wurden Nacktfotos von mir geschickt, die so wirkten wie selber aufgenommen." Besonders belastend sei für sie gewesen, dass es sich um Leute aus ihrem Umfeld gehandelt habe, mit denen sie zu tun habe. Die Profile hätten dabei "wahnsinnig glaubwürdig" gewirkt, was die Situation noch schlimmer mache. Zu möglichen rechtlichen Schritten äußerte sich Collien in der Sendung nur zurückhaltend: "Ist ein schwieriges Thema gerade."

Christians aktuelles Anwaltsteam erklärte zu dem Spiegel-Bericht laut Presseportal: "Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den SPIEGEL rechtliche Schritte einzuleiten. Es handelt sich zum einen in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung. Zum anderen werden unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet." Für Christian gilt die Unschuldsvermutung. Dem Spiegel-Magazin soll die Anwaltskanzlei laut Fokus zuvor ein Hintergrundgespräch angeboten haben, über dessen Inhalt jedoch nicht berichtet werden dürfe. Nach Colliens Anzeige wurden Vorermittlungen eingeleitet, unklar ist bisher, wie das Verfahren weitergeht.

Collien Fernandes, Moderatorin
Imago
Collien Fernandes, Moderatorin
Christian Ulmen und Collien Ulmen-Fernandes, 2018
Imago
Christian Ulmen und Collien Ulmen-Fernandes, 2018
Christian Ulmen auf der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin
Matthias Nareyek / Freier Fotograf / Getty Images
Christian Ulmen auf der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin