Fernandes-Fall in Spanien? Das sagt Christian Ulmens Anwalt
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Fernandes-Fall in Spanien? Das sagt Christian Ulmens Anwalt

- Fabienne Stepczynski
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Neue Wendung im Rechtsstreit zwischen Collien Fernandes (44) und Christian Ulmen (50): Die Anwälte des Schauspielers melden, dass die Staatsanwaltschaft in Palma de Mallorca die fehlende Zuständigkeit Spaniens festgestellt sehen und das Verfahren nach Deutschland geben wolle. In einem presserechtlichen Schreiben der Kanzlei Schertz Bergmann heißt es wörtlich: "Soeben haben wir die Information erhalten, dass die Staatsanwaltschaft Palma de Mallorca beantragt hat, die fehlende Zuständigkeit der spanischen Gerichte für die von Frau Fernandes angezeigten Sachverhalte festzustellen und das Verfahren nach Deutschland abzugeben." Die Mitteilung folgt auf die Anzeige, die Collien in Spanien erstattet hatte. Unklar bleibt vorerst, ob und wann die spanischen Behörden den formalen Übergang bestätigen – eine offizielle Bestätigung liegt bislang nicht vor. Auch in Deutschland befassen sich Behörden mit dem Fall.

Die Anwälte verweisen zudem auf einen Vorfall aus dem Jahr 2023 in Palma, der nach ihren Angaben mit der Festnahme beider Eheleute endete und durch das zuständige Gericht bereits eingestellt worden sei. Weitere in Spanien geschilderte Sachverhalte attestiert die spanische Staatsanwaltschaft laut dem Schreiben keine hinreichende strafrechtliche Relevanz; die übrigen, unterstellten Punkte beträfen ausschließlich Deutschland. Parallel korrigierte die spanische Justiz kürzlich eine andere Darstellung aus dem Ulmen-Lager: Gegenüber Focus online erklärte das zuständige Gericht, für eine vorausgesetzte notarielle Erklärung gebe es im spanischen Recht "keine gesetzliche Vorschrift" und nannte diese Darstellung "falsch". Als Grund für die Aussetzung in Spanien gelte derzeit allein die Frage der Zuständigkeit. Für Christian gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Bereits zuvor hatte eine Richterin auf Mallorca in Aussicht gestellt, den Vorgang an die deutsche Justiz abzugeben.

Hintergrund: Collien hatte ihrem langjährigen Ehepartner schwere Vorwürfe gemacht. Nach einem Bericht von Der Spiegel sprach die Moderatorin von "virtueller Vergewaltigung" und warf Christian unter anderem vor, Fake-Profile in ihrem Namen angelegt, pornografisches Material manipuliert sowie psychische und körperliche Gewalt ausgeübt zu haben. Der Schauspieler und sein Team weisen die Anschuldigungen zurück. Laut Presseportal teilte Christians Anwalt mit, es würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung" verbreitet; rechtliche Schritte seien geplant. Seit Ende 2025 laufen in Spanien Vorermittlungen, parallel könnten deutsche Stellen prüfen. Beide lebten zuletzt auf Mallorca, besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft und hatten ihren Alltag zwischen Spanien und Deutschland organisiert – auch das erschwert die Klärung, an welchem Ort die mutmaßlichen Taten rechtlich zu verhandeln sind.

Collien Ulmen-Fernandes und Christian Ulmen, 2017
Collien Ulmen-Fernandes und Christian Ulmen, 2017
Christian Ulmen, Schauspieler
Imago
Christian Ulmen, Schauspieler
Collien Fernandes beim Fest der Produktionsallianz 2025 im Tipi am Kanzleramt in Berlin
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Collien Fernandes beim Fest der Produktionsallianz 2025 im Tipi am Kanzleramt in Berlin