König Charles und der nigerianische Präsident Hand in Hand

König Charles und der nigerianische Präsident Hand in Hand

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min

Ungewöhnliche Geste in Windsor: Während des Staatsbesuchs aus Nigeria ging König Charles III. (77) Hand in Hand mit Präsident Bola Tinubu. Bei der offiziellen Begrüßung vor Windsor Castle liefen die beiden eng nebeneinander und hielten sich mehrfach an den Händen, wie People und Hello! berichteten. Auch Königin Camilla (78) und First Lady Oluremi Tinubu waren dabei, später folgte ein Staatsbankett im Schloss Windsor. Ebenfalls anwesend: Prinz William (43) und Prinzessin Kate (44). Die Fotografen vor Ort haben den Moment eingefangen.

Clips in den sozialen Medien zeigen, wie Charles dem 73-jährigen Staatschef zunächst seine Hand hinhält, als sie die Treppe vom Podest hinabsteigen. Anschließend bleiben die beiden Männer eng nebeneinander und lösen den Griff auch auf dem Weg ins Schloss nicht sofort. Für britische Staatsbesuche ist das eher unüblich, denn normalerweise wird auf zu viel Nähe vor den Kameras verzichtet. In Nigeria dagegen ist Händchenhalten zwischen Männern ein verbreitetes Zeichen von Freundschaft und Respekt. Die Körpersprachenexpertin Inbaal Honigman ordnete die Szene gegenüber Hello! so ein: "Dass sich die beiden Staatschefs an den Händen halten, ist sicherlich ungewöhnlich, da britische Männer normalerweise nicht dabei gesehen werden, wie sie sich gegenseitig an den Händen halten. In der nigerianischen Kultur ist es jedoch völlig normal, dass Männer dicht beieinander gehen und sich sogar an den Händen halten. Der König ist ein weitgereister und kultivierter Mensch, wenn ihm die Hand des Präsidenten freundlich entgegenstreckt wurde, würde er wissen, dass die Absicht positiv ist."

Hinzu kommt, dass Bola während seines Besuchs den Fastenmonat Ramadan einhielt und zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang weder aß noch trank. Beobachter werteten den Händedruck daher auch als Geste der Rücksichtnahme und stillen Unterstützung, da Fastende häufiger unter Erschöpfung leiden können. Statt des üblichen gemeinsamen Mittagessens nutzten Charles und der Präsident die Zeit für ein vertrauliches Gespräch unter vier Augen, während Camilla mit Oluremi Tinubu – die keine Muslimin ist – speiste. Beim abendlichen Staatsbankett brach der Präsident sein Fasten im privaten Rahmen und beide hielten Reden, in denen Charles ausdrücklich auf den heiligen Monat einging. Der König betonte dabei seinen Wunsch, den Dialog zwischen verschiedenen Religionen zu stärken, und sogar der eigens kreierte Cocktail des Abends kam ohne Alkohol aus – ein weiteres Zeichen für die Sensibilität des britischen Royals gegenüber den Traditionen seiner muslimischen Gäste. Kurz nach seiner Thronbesteigung 2022 sagte er bereits: "Ich bin entschlossen, als König diese Prinzipien in allen Gemeinschaften und für alle Glaubensrichtungen von ganzem Herzen zu bewahren und zu fördern."

König Charles III und Bola Tinubu nach dem Willkommenszeremoniell in Windsor, mit Oluremi Tinubu, Königin Camilla, Catherine und Prinz William
Getty Images
König Charles III und Bola Tinubu nach dem Willkommenszeremoniell in Windsor, mit Oluremi Tinubu, Königin Camilla, Catherine und Prinz William
König Charles III. und Bola Tinubu nach dem zeremoniellen Empfang in Windsor
Getty Images
König Charles III. und Bola Tinubu nach dem zeremoniellen Empfang in Windsor
Königin Camilla, König Charles III., Bola Tinubu und Oluremi Tinubu beim Staatsbankett in Windsor Castle
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Königin Camilla, König Charles III., Bola Tinubu und Oluremi Tinubu beim Staatsbankett in Windsor Castle
Händchenhalten beim Staatsbesuch: Wie wirkt der Moment zwischen König Charles III. und Präsident Tinubu auf euch?