Collien Fernandes gibt erstes TV-Interview nach Vorwürfen
Collien Fernandes (44) hat sich in ihrem ersten TV-Interview nach den Vorwürfen gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen (50) zu Wort gemeldet. Die Moderatorin sprach in den Tagesthemen der Tagesschau über ihre Erfahrungen mit digitaler Gewalt. Erste Szenen aus dem Gespräch wurden bereits am Freitagabend in der 20-Uhr-Tagesschau gezeigt. In dem Interview äußert sich Collien über die schweren Vorwürfe, die sie gegen Christian erhoben hat, und nutzt die Plattform, um auf ein Thema aufmerksam zu machen, das ihr besonders am Herzen liegt. "Ich habe das Gefühl, dass von vielen noch nicht so richtig begriffen wurde, dass digitale Gewalt reale Gewalt ist", erklärt die Mutter einer Tochter und fügt hinzu: "Dass Opfer da massiv drunter leiden, nicht nur ich, auch andere – und in intensive psychotherapeutische Behandlung müssen."
Mit dieser Aussage macht Collien deutlich, wie sehr die Auswirkungen von Angriffen im digitalen Raum weiterhin unterschätzt werden. Außerdem betont sie im Interview: "Ich äußere mich ja nicht jetzt erst zu diesem Sachverhalt, sondern bereits seit Jahren. Und dass ich mittlerweile weiß, wer der Täter ist, soll daran nichts verändern. Mir ist einfach wichtig, darauf hinzuweisen, welche gesetzlichen Schutzlücken es gibt. Ich habe selbst Erfahrungen damit gemacht, dass man das Thema zur Anzeige bringt, diese Anzeige nicht weiterverfolgt wird." Ihre Anzeige habe sie in Spanien aufgegeben. Grund dafür waren die wesentlich schärferen Gesetze vor Ort. "Das zeigt ja, dass Deutschland ein absolutes Täterparadies ist, wenn der Täter ein sehr umfangreiches Schreiben vorlegt, in dem es nur darum geht, dass bitteschön Deutschland zuständig sein soll. Das zeigt doch ein großes Versagen, eine große Schutzlücke in der Justiz", ärgert sich Collien.
Christian hat sich bisher nicht persönlich zu den Vorwürfen geäußert. Doch der Schauspieler hat sich juristischen Beistand gesucht. In einer offiziellen Mitteilung seiner Anwälte, die auf dem Presseportal veröffentlicht wurde, hieß es: "Aus Anlass der aktuellen Spiegel-Berichterstattung zeigen wir an, dass wir ab sofort und allein die presserechtlichen Interessen von Christian Ulmen vertreten. Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig." Man habe rechtliche Schritte gegen das Newsportal angekündigt und betont, es handle sich in weiten Teilen um eine "unzulässige Verdachtsberichterstattung". Zudem seien viele angebliche Fakten "einseitig geschildert und unwahr". Für Christian gilt die Unschuldsvermutung.







