Kritik: Prinz Edward verdient Tausende mit Stallvermietung
Prinz Edward (62) und Herzogin Sophie stehen aktuell in der Kritik: Auf ihrem Anwesen Bagshot Park sollen sie durch die Untervermietung von Stallgebäuden umgerechnet rund 150.000 Euro pro Jahr einnehmen. Das Paar hatte den East Wing der historischen Ställe auf dem rund 20 Hektar großen Anwesen in Surrey als Bürofläche monatlich für umgerechnet 12.500 Euro angeboten. Besonders brisant: Edward und Sophie zahlen laut Daily Mail selbst lediglich eine symbolische Miete für das Anwesen, während Einnahmen aus Crown Estate normalerweise an das Finanzministerium fließen und somit den Steuerzahlern zugutekommen sollten. Die Stallgebäude befinden sich etwa 400 Meter vom Haupthaus entfernt, das über 120 Zimmer verfügt.
Die Immobilie aus dem Jahr 1890 erstreckt sich über zwei Etagen und bietet rund 619 Quadratmeter Bürofläche. Laut einer Anzeige, die der Daily Mail vorliegt, handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude mit moderner Ausstattung und Glasfaseranschluss. Das Erdgeschoss umfasst mehrere Besprechungsräume, einen offenen Bürobereich, eine Küche und sanitäre Einrichtungen. Die erste Etage bietet zusätzliche Büroflächen und separate Büros. Zur Immobilie gehören außerdem ein privater Garten und Parkplätze für 25 bis 30 Autos. Eine königliche Quelle erklärte gegenüber der Zeitung, dass die Immobilie derzeit nicht vermietet sei und sich nicht auf dem Markt befinde.
Der frühere liberaldemokratische Minister Norman Baker zeigte sich im Gespräch mit The Sun empört über die Situation. "Es ist ein Skandal, dass sie ohnehin nur eine symbolische Miete zahlen und Edward und Sophie nun frei sind, [150.000 Euro] für einen Stallblock einzustreichen", erklärte er. Die Steuerzahler würden dabei verlieren. Baker forderte, dass das Public Accounts Committee, das im Dezember vergangenen Jahres eine Untersuchung der Crown Estate und ihrer Immobilienverträge mit Mitgliedern der königlichen Familie angekündigt hatte, solche Pachtverträge prüfen solle. Die Royal-Expertin Margaret Holder bezeichnete die Untervermietung als "netten kleinen Nebenverdienst" für das Paar, betonte aber, dass das bestehende System diese Praxis erlaube und es nicht Edwards oder Sophies Schuld sei.






