Hollywood-Ruhm? Sandra Hüller bleibt überraschend gelassen
2026 wird das Jahr von Sandra Hüller (47). Die Schauspielerin aus Thüringen wird gleich in mehreren hochkarätigen Produktionen auf der Leinwand zu sehen sein. Darunter der Science-Fiction-Blockbuster "Der Astronaut – Project Hail Mary" an der Seite von Ryan Gosling (45), in dem sie die energische Wissenschaftskoordinatorin Eva Stratt verkörpert, die von der Erde aus eine Rettungsmission steuert. Dazu kommt noch ein gemeinsamer Film mit Tom Cruise (63). Damit ist Sandra in einem Kinojahr präsent, das so manchem Hollywood-Profi gut zu Gesicht stehen würde. Doch was denkt sie selbst darüber? Auf die Frage, ob es einen konkreten Moment gab, in dem ihr bewusst wurde, dass Hollywood für sie tatsächlich greifbar ist, gab sie im Interview mit Watson eine entwaffnend direkte Antwort: "Nein, daran hatte ich keine Gedanken."
Spätestens seit ihrer Oscar-Nominierung für "Anatomie eines Falls" ist Sandras Name in der internationalen Filmbranche fest verankert. Und doch beschreibt sie ihren Umgang mit Ruhm und Erfolg mit einer Nüchternheit, die in der Unterhaltungsbranche selten ist. "Ich bin da, wo ich in dem Moment bin und nicht irgendwo anders. Ich beschäftige mich mit den Leuten, mit denen ich mich gerade beschäftige, und alles, was daraus entsteht, ist nicht in meiner Hand", erklärte sie. Das Etikett "Hollywoodstar" lässt sie an sich abprallen – nicht aus falscher Bescheidenheit, sondern aus einer klaren inneren Haltung heraus. Die Vergangenheit gibt ihr dabei sogar recht: "Ich bin eigentlich nie in Hollywood, sondern wir drehen bis jetzt immer in London", erklärte Sandra. Nur für Pressearbeit sei sie schon in der Film-Metropole gewesen, ein paar Wege seien ihr daher bereits vertraut.
Was Sandra antreibt, ist die konkrete Arbeit am Set. Im Gespräch über ihre Zusammenarbeit mit Ryan wird das besonders deutlich. Sie hebt an ihm hervor, was ihr im Schauspiel grundsätzlich wichtig ist: die echte Verbindung zum Gegenüber. "Es gibt Schauspielerinnen und Schauspieler, die eher für die Kamera spielen oder stärker mit sich selbst beschäftigt sind. Bei ihm ist das gar nicht so", so Sandra laut film.at. Ryan sei "fokussiert, genau, verspielt, lustig, leicht und gleichzeitig ausgeglichen und abgegrenzt". Bei der Premiere ihres gemeinsamen Films dominierte Sandra im smaragdgrünen Kleid den roten Teppich: vor der Kamera ganz Star, im Interview danach jedoch wieder die reflektierte Schauspielerin. "Ich verlasse diese Blase aber auch gelegentlich, um das Ganze abseits dessen in meinem eigenen Leben besser einzuordnen", sagte sie Watson.








