

Country-Rock statt Party: Jelly Rolls WM-Song entsetzt Fans
Jelly Roll (41) hat mit "Lighter" den offiziellen Song zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 veröffentlicht – und erntet damit heftige Kritik. Der Country-Sänger präsentiert einen Track, der sich um Christentum, Fesseln und Freiheit dreht und im Refrain beschreibt, wie leicht sich Menschen fühlen, wenn sie ihre Fesseln loswerden. Auch der mexikanische Sänger Carín León ist auf dem Song zu hören und durfte drei Zeilen beisteuern. Auf Instagram zeigte er sich stolz über die Zusammenarbeit für das grösste Sportereignis der Welt und freute sich darüber, die mexikanische Musik und Kultur in die Welt tragen zu können. Doch Fans rund um den Globus zeigen sich irritiert und fassungslos über die Songwahl für das Turnier, das am 11. Juni in den USA, Kanada und Mexiko beginnt.
Die Kritik fällt deutlich aus: In den Kommentaren auf Social Media wird der Song als "Müll" bezeichnet, und es werden GIFs von Misthaufen gepostet. Der deutsche TikToker Realrobyn reagierte in einem Video den Tränen nahe und bezeichnete "Lighter" als den schlechtesten WM-Song aller Zeiten. Das Lied erinnere ihn eher an einen Werbejingle für eine Burgerkette, sagte er. Viele Nutzer betonen, dass es nicht unbedingt um die Qualität des Songs an sich gehe, sondern dass der Vibe völlig falsch sei für ein Fußballturnier. Seine Follower stimmten ihm zu und schrieben, dass dagegen selbst "Waka Waka" plötzlich wie ein Banger wirke. Einige User fordern einen Ersatz – und theoretisch wäre bis zum WM-Start noch genug Zeit dafür.
Der Vergleich mit "Waka Waka" von Shakira (49) zeigt, welche Erwartungen an einen WM-Song gestellt werden. Das Lied der Kolumbianerin war 2010 der offizielle Song zur Weltmeisterschaft in Südafrika und stand damals im Schatten von "Wavin' Flag" des somalisch-kanadischen Musikers K'naan (48). Jelly Roll, der als Countrysänger und ehemaliger Rapper bekannt ist, hatte mit seinem emotionalen Sound offenbar eine andere Vorstellung von Turnierstimmung als die meisten Fans. Der Text über amerikanische Autos und christliche Themen scheint bei vielen nicht die gewünschte Fußballeuphorie auszulösen, die man von klassischen WM-Hymnen wie "Samba de Janeiro" kennt.







