Jelly Roll bereut seine Gesichtstattoos aus dem Gefängnis

Jelly Roll bereut seine Gesichtstattoos aus dem Gefängnis

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 3 min

Country-Star Jelly Roll (41) sorgt mit einer bewegenden Beichte, aber auch mit einer zuckersüßen Anekdote für Gesprächsstoff: Der Sänger erinnert sich im Gespräch mit Taste of Country daran, wie er vor Jahren seiner kleinen Tochter Bailee und deren Freunden seine auffälligen Gesichtstattoos erklärte. Immer wenn er sie zur Schule brachte, starrten die Kinder auf die Malereien in seinem Gesicht und fragten neugierig, was das alles sei. Also griff der Musiker zu einer Notlüge: "Ich male mir das nur ins Gesicht, wenn ich euch hier treffe, weil ihr euch dann so freut", habe er den Kleinen gesagt. Die Kids staunten, er grinste – und das kleine Ritual wurde zum Running Gag auf dem Schulhof. Doch inzwischen distanziert sich Jelly Roll selbst von der prominent platzierten Tintenkunst: "Jetzt, mit 40, frage ich mich: Was zum Teufel habe ich mir dabei nur gedacht?", sagte er im Interview mit GQ über seine Gesichtstattoos und betonte: "Ich hasse sie alle."

Damals habe Jelly Roll die Geschichten für seine kleinen Fans aber mit großer Freude fantasievoll weitergesponnen. Als die Kinder wissen wollten, wie er die Malereien jedes Mal genau gleich hinbekommt, erklärte er: "Ich habe jetzt so kleine Aufkleber, weil ich euch so oft sehe." Hinter den witzigen Märchen steckt aber eine ernste Seite: Viele Motive stammen aus seiner Jugend und aus Zeiten, in denen er im Gefängnis saß. Dort ließ sich Jelly Roll auch erstmals im Gesicht tätowieren. Heute gesteht er sich ein, dass er fast alle seiner Tattoos am liebsten wieder los wäre und gibt offen zu, wie diese harte Fassade lange seine Unsicherheit und Scham verdeckte: "Ich war der Größte, der Lauteste, der Härteste, der Gemeinste, der Dickste, aber eigentlich war ich ein wirklich kleiner, unsicherer Mensch", so der Musiker.

Parallel zu dieser inneren Aufräumarbeit hat Jelly Roll auch äußerlich eine enorme Verwandlung durchgemacht. In der Doku "A Year for a Life" zeigt er, wie er über 275 Kilo abnahm, boxte, Treppen hinauf- und hinabrannte sowie seine Ernährung umstellte. Der Sänger spricht dort von einem früheren Leben, in dem er sich "sprichwörtlich zu Tode gegessen" habe, und davon, wie sehr er sich missverstanden fühlte. Heute präsentiert sich der Familienvater offener, zeigt seine verletzliche Seite und erzählt, wie sehr ihn seine Tochter und seine Rolle als Vater geprägt haben. Die verspielten Geschichten über "Sticker" im Gesicht gehören für Bailee inzwischen der Vergangenheit an – geblieben ist ein Vater, der seine Tattoos als Teil seiner Geschichte sieht, aber seiner Familie und seiner Gesundheit einen neuen Stellenwert gegeben hat.

Jelly Roll nach Abnahme und ohne Bart
Instagram / jellyroll615
Jelly Roll nach Abnahme und ohne Bart
Jelly Roll, Rapper
Getty Images
Jelly Roll, Rapper
Jelly Roll bei den 66. Grammy Awards in Los Angeles, Februar 2024
Imago
Jelly Roll bei den 66. Grammy Awards in Los Angeles, Februar 2024
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