Mette-Marit ahnungslos? Epstein selbst ließ Google säubern

Mette-Marit ahnungslos? Epstein selbst ließ Google säubern

- Promiflash Redaktion
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Jeffrey Epstein (†66) hat offenbar versucht, Google-Suchergebnisse über sich selbst zu manipulieren, um seine kriminelle Vergangenheit zu verschleiern. Wie das norwegische Portal VG berichtet, heuerte der verstorbene Unternehmer im Jahr 2010 den Partymacher Al Seckel an, um negative Informationen aus den Suchresultaten zu entfernen. "Bist du daran interessiert, all den Mist, der bei Google-Suchen nach deinem Namen auftaucht, verschwinden zu lassen?", schrieb Seckel damals an Jeffrey. Dieser antwortete kurz mit "Ja". Zu diesem Zeitpunkt war Jeffrey gerade aus dem Hausarrest entlassen worden, nachdem er wegen sexueller Übergriffe auf zahlreiche minderjährige Mädchen verurteilt worden war. Die Operation sollte ursprünglich etwa 20.000 Dollar kosten.

E-Mails aus dem Oktober 2010 zeigen laut VG, dass damals mehr als 75 Seiten mit negativem Material über Jeffrey bei Google auftauchten. Seckels Team produzierte daraufhin gefälschte Nachrichtenseiten mit positiven Artikeln und Interviews, erstellte fiktive Profile und nutzte sogenannte Linkbuilding-Strategien, um die negativen Berichte in den Suchergebnissen nach unten zu verdrängen. Trotz intensiver Bemühungen gelang es nicht vollständig, die kompromittierenden Informationen zu verstecken. "Ich schätze die Anstrengung, aber leider haben wir großartig versagt", schrieb Jeffrey im November 2010. Ein Artikel mit dem Titel "Jeffrey Epstein, verurteilter Pädophiler und ehemaliger Hedgefonds-Gigant, ist jetzt ein freier Mann" blieb hartnäckig auf der ersten Seite der Suchergebnisse.

Die Manipulationsversuche rücken nun erneut in den Fokus, weil Kronprinzessin Mette-Marit (52) im Oktober 2011 nach Jeffrey googelte und ihm anschließend schrieb: "Ich habe dich gegoogelt. Stimme zu, es sieht nicht besonders gut aus." Die norwegische Royal betonte kürzlich gegenüber NRK, sie habe damals nicht gewusst, dass Jeffrey ein Sexualstraftäter sei. Mehrere Experten für Suchmaschinen, die VG zufolge die E-Mails analysiert haben, kommen jedoch zu dem Schluss, dass es "wenig wahrscheinlich" sei, dass zentrale Informationen über Jeffreys Verurteilung 2011 nicht auf der ersten Seite der Suchergebnisse sichtbar waren. Jeffrey selbst beklagte sich noch 2014 in E-Mails, dass "die Ergebnisse immer noch sehr schlecht" seien.

Prinzessin Mette-Marit beim Staatsbesuch von König Philippe und Königin Mathilde in Oslo
Imago
Prinzessin Mette-Marit beim Staatsbesuch von König Philippe und Königin Mathilde in Oslo
Jeffrey Epstein auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto
ActionPress
Jeffrey Epstein auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto
Jeffrey Epstein auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto
U.S. Department of Justice, DOJ
Jeffrey Epstein auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto
Glaubt ihr Mette-Marit, dass sie 2011 Epsteins Verurteilung nicht gesehen hat?