Virginia Giuffres Memoiren gewinnen den British Book Award
Ein bewegender Abend in London: Bei den British Book Awards wurden die posthumen Memoiren von Virginia Giuffre (†41) zum Buch des Jahres gekürt – eine Auszeichnung, die weit über den Buchmarkt hinaus Wellen schlägt. In "Nobody's Girl: A Memoir of Surviving Abuse and Fighting for Justice" (dt.: Niemandes Mädchen: Memoiren über das Überleben von Missbrauch und den Kampf für Gerechtigkeit) rechnet die US-Amerikanerin, die im April 2025 mit nur 41 Jahren verstarb, endgültig mit ihrem Peiniger Jeffrey Epstein (†66) ab. Besonders brisant: Das Werk zementiert laut The Standard schwarz auf weiß die schweren Vorwürfe gegen Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor (66) und rückt den royalen Skandal erneut ins Rampenlicht.
Die Entscheidung der Jury war ein bewusstes Statement gegen das Schweigen. Die Vorsitzende Alice O’Keeffe stellte klar, dass man den unbeugsamen Willen der Autorin ehren wolle. "Mit dieser Auszeichnung würdigen wir den außerordentlichen Mut und die Entschlossenheit der verstorbenen Autorin, unterstützt durch die einfühlsame Kampagne des Verlags Doubleday", so die Expertin. Die Ehrung soll laut Veranstaltern ein Zeichen für die Kraft von Büchern sein, ein Vermächtnis auch über den Tod hinaus zu bewahren – insbesondere vor dem Hintergrund der jüngst veröffentlichten Epstein-Akten.
Neben Virginia wurden auch weitere prominente Namen der Literaturwelt geehrt. Die ebenfalls kürzlich verstorbene Dame Jilly Cooper, bekannt für den Kult-Roman "Rivals", erhielt einen besonderen posthumen Preis. Auch Suzanne Collins (63) konnte einen Erfolg verbuchen: Sie gewann einen Preis für ihr Hunger Games-Prequel "Sunrise on the Reaping". Während die Fantasy-Welt von Suzanne Millionen begeistert, bleibt der Abend in London aber vor allem als Hommage an Virginia in Erinnerung, deren Stimme nun durch die höchste literarische Anerkennung Großbritanniens weiterlebt.







