"Gewalt erlebt": Michelle Schellhaas teilt langes Statement
Michelle Schellhaas (30) hat auf Instagram ein langes Statement geteilt, in dem sie über ihre Erfahrungen mit häuslicher Gewalt spricht. Die Influencerin postete eine Reihe von Bildern, die sie mit einem blauen Auge, Kratzern am Hals und im Gesicht sowie einem blutigen Daumen zeigen. "Ich habe Gewalt erlebt. Und trotzdem bin ich geblieben", schreibt sie zu den schockierenden Aufnahmen. Viele ihrer Fans hatten in den vergangenen Monaten bereits bemerkt, dass etwas nicht stimmte – Michelle wirkte verändert, unglücklicher und hatte teilweise sichtbare blaue Flecken. Nun erklärt sie, dass sie sich lange nicht eingestehen wollte, was sie durchgemacht hat.
In ihrem emotionalen Posting beschreibt Michelle, wie sie emotional abhängig wurde und sich manipuliert fühlte. "Ich habe in meinem Leben Erfahrungen gemacht, die mich komplett kaputtgemacht haben. Nicht nur körperlich, sondern vor allem psychisch", erklärt sie. Sie habe sich selbst die Schuld gegeben und sei immer wieder eingeknickt, obwohl ihre Freunde gesehen hätten, wie sie daran kaputtging. Die Influencerin macht zudem auf die erschreckenden Zahlen des Bundeskriminalamts aufmerksam: Allein im Jahr 2024 wurden über 300 Frauen in Deutschland getötet, mehr als 180.000 Frauen wurden Opfer häuslicher Gewalt. Der aktuelle Fall rund um Collien Fernandes (44) habe sie zusätzlich zum Nachdenken gebracht und dazu bewogen, laut zu werden.
Michelle hatte sich bereits vor einigen Monaten zu dem Thema geäußert und damals bestätigt, dass ihr blaues Auge von ihrem Ex-Freund stammte. Nun geht sie noch einen Schritt weiter und teilt ihre Geschichte ausführlicher, um anderen Betroffenen Mut zu machen. "Ich will laut sein. Ich will keinen Täter schützen", schreibt sie und betont, dass sie sich nicht mehr einschüchtern lasse. Sie befinde sich zwar noch mitten im Heilungsprozess, kämpfe sich aber Schritt für Schritt zurück. Mit ihrem Statement möchte Michelle anderen Opfern zeigen, dass sie nicht allein sind und niemand die Schuld daran trägt, wenn er oder sie in einer gewaltvollen Beziehung geblieben ist. "Du schaffst das. Auch wenn es sich nicht so anfühlt", richtet sie sich an alle, die noch in einer solchen Situation stecken. "Ich spreche hier über meine persönlichen Erfahrungen. Die gezeigten Bilder zeigen persönliche Situationen aus meinem Leben. Ich nenne bewusst keine Personen oder Hintergründe", beendet sie ihr Statement.






