Franziska van Almsick über großen Druck als Profisportlerin
In den 90er-Jahren galt Franziska van Almsick (47) als eine der besten Schwimmerinnen Deutschlands. Bei ihrem Karrieredurchbruch 1992 war sie gerade einmal 14 Jahre alt. Wie sehr die Sportlerin als Jugendliche auch unter dem Erfolgsdruck gelitten hat, zeigt sie nun ganz offen in der Sky-Sendung "Meine Geschichte". Während ganz Deutschland Franziska feierte, trug sie permanent die Last auf den Schultern, weiterhin die Nummer eins zu sein. "Gott sei Dank bin ich da so glimpflich raus. Das hätte auch ganz anders enden können. Ich habe versucht zu überleben", erzählt sie heute. 2004 beendete sie ihre Karriere. Doch ihren Frieden fand sie, wie sie selbst sagt, erst mit der Geburt ihres ersten Sohnes 2007 – denn ab da verlagerte sich Franziskas Fokus vom Sport auf die Familie.
Wie kaum eine andere kann Franziska auf eine echte Bilderbuchkarriere zurückblicken. Schwimmen war schon immer ihr Sport – internationale Aufmerksamkeit bekam die heute 47-Jährige erstmals bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona. Als Jugendliche gewann sie damals Silber im 200 Meter Freistil. Ein Erfolg, der sie in ihrer Heimat zum Star machte. Danach ging es erst einmal nur bergauf. Franzi wurde Weltmeisterin, Europameisterin, stellte neue Rekorde auf und wurde ein Vorbild für eine ganze Generation. Einen Traum konnte sie sich allerdings nie erfüllen: olympisches Gold. 2004 nahm die gebürtige Berlinerin an ihrem letzten Wettkampf bei den Olympischen Spielen in Athen teil und konnte mit zwei Bronzemedaillen nach Hause fahren.
Heute ist Franziska vor allem eines: zweifache Mutter. Ihre beiden Söhne kamen 2007 und 2013 zur Welt, beide stammen aus der Beziehung zum Unternehmer Jürgen B. Harder. Allerdings ist die ehemalige Profisportlerin bis heute im Schwimmsport aktiv und unterstützt die jungen Athleten. Ganz nebenbei wirkte sie auch als Synchronsprecherin in mehreren Animationsfilmen mit. Unter anderem in "Cars" als Reporterin Kori Turbowitz. Besonders war aber vor allem die Sprecherrolle in "Findet Dori". Hier sprach Franziska die Lautsprecherstimme im Meeresbiologischen Institut Morro Bay. Im Original ist hier Hollywoodstar Sigourney Weaver (76) zu hören. Der Animationsfilm baut eine besondere Nähe zum Element Wasser und dem Meer auf – es hätte für Franziska kaum passender sein können.







