John Lithgow verteidigt J.K. Rowlings umstrittene Ansichten
John Lithgow (80) hat sich zu den kontroversen Äußerungen von J.K. Rowling (60) über die Trans-Community geäußert und findet, dass die Reaktionen auf die Autorin nicht immer fair waren. Der Schauspieler, der in der kommenden HBO-Serie Harry Potter und der Stein der Weisen die Rolle des Hogwarts-Schulleiters Albus Dumbledore übernehmen wird, erklärte im Interview mit dem Podcast "The New Yorker Radio Hour", dass ihre Aussagen teilweise "verdreht und falsch dargestellt" worden seien. Obwohl er mit vielem, was Rowling gesagt hat, nicht einverstanden sei, habe man ihm geraten, aus dem Projekt auszusteigen – doch das kam für ihn nicht infrage. "Ich hatte einfach das Gefühl, dass die Gründe dafür, es zu tun, viel, viel stärker waren als die Gründe, gegen das zu protestieren, was Rowling getan und gesagt hat", erklärte er.
John fügte hinzu, dass er die Rolle aus verschiedenen Gründen angenommen habe, darunter auch die berufliche Sicherheit in seinen späten Jahren. Als die Kontroverse um Rowlings angebliche Vorurteile aufkam, habe er bereits zugesagt. Der Schauspieler betonte zudem, dass ihn vor allem das kreative Team, insbesondere Showrunnerin Francesca Gardiner, überzeugt habe. Rowling selbst habe er noch nicht getroffen. Dennoch zeigte er sich von ihren Social-Media-Posts enttäuscht und nannte ihre Ansichten bereits früher im Jahr auf dem Rotterdam Film Festival "ironisch und unerklärlich". Er verwies dabei auf die Harry Potter-Bücher selbst, in denen keine Spur von transfeindlicher Haltung zu finden sei.
Während John versucht, einen differenzierten Standpunkt einzunehmen, haben andere Hollywood-Stars deutlich mehr Distanz zu der Autorin aufgebaut. Andrew Garfield (42) bezeichnete Rowling kürzlich gegenüber Hits Radio als "sie, die ungenannt bleiben soll" und warf ihr vor, "unmenschliche" Anliegen zu unterstützen. Auch Schauspieler wie Eddie Redmayne (44), Paapa Essiedu und Katie Leung hatten einen offenen Brief für Trans-Rechte unterzeichnet, woraufhin Rowling die Darsteller als "hinterhältige Kollegen" bezeichnete. Die HBO-Serie, die zu Weihnachten 2026 starten soll, sorgt bereits jetzt für Aufregung – Paapa, der Severus Snape spielen wird, erhielt nach seiner Bekanntgabe sogar Morddrohungen.









