Epstein-Opfer plant Aktion bei König Charles' Staatsbesuch

Epstein-Opfer plant Aktion bei König Charles' Staatsbesuch

- Sandra Janke
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Epstein-Überlebende Rina Oh plant für den anstehenden Staatsbesuch von König Charles III. (77) in den USA eine provokante Aktion. Die Aktivistin will nach Informationen der britischen Zeitung Metro eine symbolische Teeparty abhalten – direkt vor den Toren des Weißen Hauses in Washington, D.C. Gemeinsam mit weiteren Betroffenen des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†66) will sie sich dort mit Tisch und Tassen niederlassen. In der Teerunde wird es einen besonderen Platz geben: Ein leerer Stuhl mit dem Schild "Reserviert für König Charles" soll den Monarchen einladen, sich zu ihnen zu setzen. Rina machte klar, dass sie bereit ist, stundenlang zu warten, um dem König persönlich zu begegnen: "Ich werde einfach draußen sitzen und auf ihn warten", erklärte sie gegenüber Metro.

Die Protestaktion ist eine direkte Reaktion darauf, dass Charles während seines USA-Aufenthalts kein Treffen mit Epstein-Überlebenden einplant. Obwohl der demokratische Kongressabgeordnete Ro Khanna den König zuletzt in einem Schreiben zu einem solchen Treffen aufgefordert hatte, sprach sich das britische Königshaus dagegen aus. Als Grund werden laufende polizeiliche Ermittlungen in Großbritannien genannt, die durch ein Treffen mit Opfern womöglich beeinträchtigt werden könnten. Charles' Bruder Andrew (66) wurde im Februar von der Thames Valley Police wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen.

Rina, die selbst als 21-Jährige über das falsche Versprechen eines Kunststipendiums in Jeffrey Epsteins Umfeld geriet und dort missbraucht wurde, hat eine klare Forderung: "Wir brauchen keine Entschuldigungen. Wir wollen Taten." Die zweifache Mutter verlangt, dass die königliche Familie Therapiekosten für Überlebende übernehmen soll. Derzeit existiert zwar ein Therapiefonds der US-Jungferninseln über 8,7 Millionen Euro, doch nur etwa 200 der geschätzt über 1.000 Opfer haben Zugang dazu – und das Programm läuft 2028 aus. Für Rina wäre es ein starkes Signal, wenn Charles und seine Familie die langjährige Unterstützung von Mental-Health-Projekten auch auf Epstein-Überlebende ausweiten.

Bei einem Adventsgottesdienst in der Westminster Abbey: König Charles III.
Imago
Bei einem Adventsgottesdienst in der Westminster Abbey: König Charles III.
Epstein-Opfer Rina Oh in ihrem Zuhause in Milford, New Jersey, 2025
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Epstein-Opfer Rina Oh in ihrem Zuhause in Milford, New Jersey, 2025
Andrew Mountbatten-Windsor, Jeffrey Epstein und Peter Mandelson auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto
U.S. Department of Justice, DOJ
Andrew Mountbatten-Windsor, Jeffrey Epstein und Peter Mandelson auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto
Der leere Stuhl "Reserviert für König Charles" – findet ihr das als Symbol gelungen?