"Kein Opfer": Melania Trump äußert sich zu Jeffrey Epstein
Melania Trump (55) sorgt im Weißen Haus für einen Paukenschlag: Ohne jegliche Vorankündigung tritt die First Lady vor die Kameras und spricht in Washington in einem ausführlichen TV-Statement über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66). Übertragen wurde dies unter anderem von FOX. In der Ansprache weist Melania jede enge Verbindung zu Epstein entschieden zurück. Sie erklärt, die kursierenden Gerüchte würden ihren Ruf beschädigen und müssten nun ein Ende haben. Vor Journalisten heißt es von ihrem Team, der Auftritt sei allein von Melania selbst initiiert worden, Fragen sind im Anschluss nicht erlaubt. Besonders deutlich wird die Unternehmerin, als sie betont, sie sei kein Epstein-Opfer und er habe sie ihrem Mann Donald Trump (79) nie vorgestellt: "Ich habe nichts von seinen kriminellen Machenschaften gewusst."
In ihrer Rede geht Melania Schritt für Schritt auf die Vorwürfe ein, die sie seit Jahren in den sozialen Medien begleiten. Überschneidungen in den New Yorker und Palm Beach Highsociety-Kreisen mit Epstein räumt sie zwar ein, eine persönliche Beziehung zu ihm oder seiner langjährigen Vertrauten Ghislaine Maxwell (64) bestreitet sie aber klar. Ihre öffentlich gewordene E-Mail-Korrespondenz mit Maxwell bezeichnet sie gegenüber den US-Medien als unverbindlich und belanglos. Sie versichert außerdem, Epstein erst im Jahr 2000 auf einer Veranstaltung gesehen zu haben, die sie gemeinsam mit Trump besuchte. Melania betont: "Ich war in keiner Weise daran beteiligt. Ich war nicht beteiligt. Ich war nie in Epsteins Flugzeug und habe seine Privatinsel nie besucht. Ich wurde nie im Zusammenhang mit Epsteins Sexhandel, Kindesmissbrauch und anderen abscheulichen Verhaltensweisen angeklagt oder verurteilt." Gegenteilige Behauptungen nennt sie Verleumdungen von politisch motivierten Personen und kündigt an, gemeinsam mit ihren Anwälten rechtlich gegen solche Anschuldigungen vorzugehen.
Trotz der klaren Abwehrhaltung gegenüber allen Verbindungen zu Epstein nutzt Melania ihren Auftritt auch für einen Appell an die Politik. Die First Lady fordert den US-Kongress auf, den mutmaßlichen Epstein-Opfern eine eigene, öffentliche Anhörung zu gewährleisten: "Jede einzelne Frau sollte die Möglichkeit haben, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen, wenn sie dies wünscht. Ihre Aussage sollte dann dauerhaft im Kongressprotokoll festgehalten werden. Erst dann werden wir die Wahrheit erfahren." Melania, die Trump 1998 auf einer Party in New York kennengelernt hatte und mit ihm einen Sohn hat, hält sich in ihrem Statement ansonsten mit privaten Details zurück. In der Vergangenheit sprach sie nur selten über persönliche Themen in der Öffentlichkeit und trat meist kontrolliert und zurückhaltend auf – umso mehr fällt nun dieser ungewöhnlich direkte und ausführliche Auftritt im Weißen Haus ins Auge.







