Mette-Marits Kontaktmann zu Epstein ist spurlos verschwunden

Mette-Marits Kontaktmann zu Epstein ist spurlos verschwunden

- Promiflash Redaktion
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Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (52) hatte in einem Interview offen über Boris Nikolic gesprochen – den Mann, der sie einst dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) vorstellte. "Mein früherer Freund", sagte Mette-Marit, als sie von dem norwegischen Sender NRK auf Nikolic angesprochen wurde. Der kroatisch-stämmige Arzt und Immunologe, der lange Zeit als Berater von Bill Gates (70) tätig war, hatte Mette-Marit und Epstein miteinander bekannt gemacht. "Epstein war ein enger Freund eines guten Freundes von mir", erklärte die Kronprinzessin dazu. Auch Kronprinz Haakon (52) freundete sich mit Boris an, gemeinsam sollen sie Partynächte auf Weltwirtschaftstreffen verbracht haben.

Aus tausenden E-Mails, die vom US-Justizministerium im Rahmen der Epstein-Ermittlungen veröffentlicht wurden, geht hervor, wie eng Nikolic mit dem norwegischen Kronprinzenpaar verbunden war. "Sie ist toll! Ein bisschen verrückt. Kein typischer Royal", schrieb er im Februar 2011 in einer Mail an Epstein über Mette-Marit. Auch Kronprinz Haakon von Norwegen taucht mehrfach in den freigegebenen FBI-Unterlagen auf – von Nikolic meist "Hakkon" genannt. Nach einem gemeinsamen Abendessen in Davos im Januar 2012 schwärmte Nikolic in einer Mail an Epstein: "Danach gingen Mette, Hakkon und ich noch aus – und es wurde sehr spät. Tatsächlich mag ich Hakkon sehr gerne! Trafen Mick Jagger." Selbst als Mette-Marit 2013 wegen eines Bandscheibenvorfalls am Hals operiert wurde, hielt Nikolic Epstein per E-Mail auf dem Laufenden und berichtete, er spreche "die ganze Zeit" mit Haakon.

Seit Epsteins Tod im August 2019 hat sich Nikolic zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Zwei Tage vor seinem Tod in der Gefängniszelle hatte Epstein ihn testamentarisch als Ersatz-Nachlassverwalter eingesetzt – was Nikolic nach eigenen Angaben völlig überraschte. Gegenüber Bloomberg News erklärte er damals: "Ich wurde in diesen Fragen nicht konsultiert und habe keinerlei Absicht, diese Aufgaben zu übernehmen." Es war einer seiner letzten öffentlichen Auftritte. Ein Reporter der norwegischen Zeitung Dagbladet fuhr nun zu Nikolics Anwesen in Seattle, das er gemeinsam mit seinem Ehemann Samir Jaradeh 2018 für umgerechnet rund 10 Millionen Euro erwarb. Das Haus im Capitol Hill-Viertel umfasst mehr als 1.000 Quadratmeter Wohnfläche und ist mit aufwendiger Sicherheitstechnik ausgestattet. Vier Jahre lang stand die Immobilie zum Verkauf – für rund 16 Millionen Dollar –, doch sie fand keinen Käufer. Als der Reporter an der schweren Einfahrtspforte klingelte, antwortete ihm eine männliche Stimme über den Lautsprecher lediglich: "Boris ist nicht da." Wo sich Nikolic derzeit aufhält, bleibt unklar.

Prinzessin Mette-Marit feiert den Nationalfeiertag in Skaugum, Asker, Norwegen
Imago
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Jeffrey Epstein auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto
U.S. Department of Justice, DOJ
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Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon feiern den Nationalfeiertag am Königspalast in Oslo
Imago
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