Ralf Schumacher würde Max Verstappens Rücktritt "bedauern"

Ralf Schumacher würde Max Verstappens Rücktritt "bedauern"

- Sandrine Palme
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Ralf Schumacher (50) hat sich zu einem möglichen Rücktritt von Max Verstappen (28) aus der Formel 1 geäußert – und dabei deutlich gemacht, wie sehr er den Niederländer schätzt. Im Podcast "Backstage Boxengasse" von Sky Sport Deutschland erklärte der ehemalige Formel-1-Pilot jetzt: "Ich würde es bedauern, weil ich ihn wirklich mag, aber wenn Max Verstappen aufhört, dann ist es eben so. Es wird jemand anderes nachkommen." Die Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Formel 1 von einer Grundsatzdiskussion über die Zukunft des amtierenden Champions beherrscht wird. Angesichts der sportlichen Krise bei Red Bull Racing und Max' öffentlicher Unzufriedenheit verdichten sich die Anzeichen, dass der Niederländer tatsächlich ein vorzeitiges Ende seiner Karriere in Betracht zieht.

In einem Interview mit der Sport Bild äußerte Ralf auch harsche Kritik am aktuellen technischen Reglement der Formel 1 und lieferte damit eine Erklärung für den Unmut von Fahrern wie Max. Der 50-Jährige bemängelte, dass der menschliche Faktor zunehmend in den Hintergrund rücke und nicht mehr der Pilot mit dem größten Mut zum Risiko gewinne. Stattdessen gewinne heutzutage jener Fahrer, dem seine Ingenieure die beste Batterie in den Boliden gebaut hätten, so der Sky-Experte. Diese grundsätzliche Frustration über das Regelwerk teilt offenbar auch Max, der nicht nur mit der mangelnden Konkurrenzfähigkeit des aktuellen Red-Bull-Autos hadert, sondern auch mit der generellen Ausrichtung des neuen technischen Reglements.

Max hatte bereits im Gespräch mit BBC Sport seine Zukunft in der Königsklasse infrage gestellt. Neben dem vollgepackten Rennkalender mit bis zu 24 Grands Prix und den jüngsten Regelreformen spielen dabei auch private Gründe eine Rolle. Der 28-Jährige lebt mit seiner Freundin Kelly Piquet (37) und der gemeinsamen Tochter Lily zusammen und zeigte sich zuletzt zunehmend hin- und hergerissen zwischen den Anforderungen des Sports und dem Wunsch nach einem ruhigeren Familienleben. Obwohl Max langfristig an Red Bull gebunden ist, mehren sich die öffentlichen Signale der Unzufriedenheit – die gewohnte Dominanz des Niederländers scheint durch technische Instabilitäten innerhalb des Teams aus Milton Keynes gebrochen.

Collage: Ralf Schumacher und Max Verstappen
Collage: Getty Images, Imago
Collage: Ralf Schumacher und Max Verstappen
Max Verstappen, August 2025
Getty Images
Max Verstappen, August 2025
Kelly Piquet und Max Verstappen im November 2023
Getty Images
Kelly Piquet und Max Verstappen im November 2023
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