Markus Lanz spricht über seine bitteren Kindheitserfahrungen
Markus Lanz (57) hat in einem Interview mit dem Stern offen über Selbstzweifel und seine bescheidene Herkunft gesprochen. Der TV-Moderator wuchs in Südtirol auf und musste schon früh hart arbeiten – unter anderem auf Kartoffeläckern und als Tellerwäscher in Hotels. "Und dabei habe ich ständig von Leuten gesagt bekommen, was ich zu tun habe. Das war üble Kinderarbeit und hat mich sehr geprägt", erinnerte sich Markus. Genau dieser Wunsch, da herauszukommen, sei sein größter Antrieb gewesen.
Die frühen Erfahrungen hinterließen auch psychische Spuren. "Rumgeschubst zu werden, ist ein Minderwertigkeitskomplex, den viele arme Leute haben. Und es war auch mein Minderwertigkeitskomplex", sagte der Moderator gegenüber dem Stern. Noch heute begleiten ihn Gedanken wie "Nicht gut genug, nicht schnell genug, nicht schlau genug". Gleichzeitig sieht er darin aber auch etwas Verbindendes mit Deutschland: "Vielleicht hat es genau deshalb mit mir und Deutschland so gut gepasst: immer zweifeln, immer hinterfragen." Den Zweifel und den Wunsch, es besser zu machen, hält er sogar für eine Stärke – "die dieses Land so erfolgreich gemacht hat", so Markus. Heute führe er ein selbstbestimmtes Leben, was er als das Beste bezeichne, das man erreichen könne.
Harte Erfahrungen blieben dem Moderator auch im Laufe seiner Karriere nicht erspart. Als er im Oktober 2012 den ZDF-Klassiker "Wetten, dass..?" von Thomas Gottschalk (75) übernahm, wurde er schnell zum "Buhmann der Nation". Für Markus war das nach eigener Aussage eine "krasse Erfahrung" – "der mediale Druck war brutal". Auch privat gab es turbulente Zeiten: Nach rund 15 gemeinsamen Jahren trennten sich Markus und seine Frau Angela Gessmann, zwölf davon waren sie verheiratet gewesen.










