Durchgesickerte Mails enthüllen Andrews geheime Pläne

Durchgesickerte Mails enthüllen Andrews geheime Pläne

- Janine Karrasch
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Kurz bevor sein berüchtigtes BBC-Interview seine öffentliche Laufbahn beendete, verfolgte Andrew Mountbatten-Windsor (66) offenbar eine ganz andere Zukunftsvision. Geleakte E-Mails, die dem britischen Telegraph vorliegen, zeigen: Der 66-Jährige plante, eine gemeinnützige Organisation namens "The Royal Conservancy" zu gründen und sich als führende Stimme des Königshauses in Sachen Naturschutz zu etablieren. Laut Informanten erklärte er gegenüber potenziellen Unterstützern, er wolle "ein Vermächtnis hinterlassen" und "den Staffelstab beim Naturschutz übernehmen". Damit hätte Andrew versucht, an das jahrzehntelange Umweltengagement von König Charles III. (77) anzuknüpfen, der das Thema seit über fünfzig Jahren zur Herzensangelegenheit erklärt hat. Die Pläne nahmen konkrete Formen an: Im Frühjahr 2019 trafen sich mögliche Geldgeber aus Europa, den USA und dem Nahen Osten sogar im Buckingham Palace, um einen Dreijahresplan zu erarbeiten.

Das Vorhaben scheiterte letztlich an zwei zentralen Problemen: mangelnder Finanzierung und ausbleibender Genehmigung seitens des Kabinettsbüros. Die geleakte Korrespondenz zeigt, wie Libby Ferguson, Managerin von Andrews Firma Urramoor Limited, im März 2019 an Beteiligte schrieb und auf Tempo drängte. Sie betonte: "Die Tatsache, dass wir sie alle in einem Raum zusammengebracht haben, hat eine eigene Dynamik erzeugt, und sie arbeiten jetzt zusammen! Daher ist es so wichtig, die Namensfreigabe vom Cabinet Office zu erhalten und die Kontrolle zu behalten, damit wir die Diskussion weiterhin führen." Archie Ruggles-Brise, ein Gutsbesitzer aus Essex, der das Projekt leiten sollte, übermittelte den ausgearbeiteten Businessplan an Andrews damalige Privatsekretärin Amanda Thirsk. Als potenzielle Förderinnen wurden unter anderem die US-Philanthropin Sara Ojjeh genannt, von der man sich erhebliche Mittel versprach. Zudem zeigte ein deutscher Geschäftsmann Interesse, Andrew zu einem Dinner in München einzuladen und dabei Konzerne wie Allianz, BMW und Siemens als Investoren zu gewinnen.

Statt eines grünen Erbes steht der ehemalige Herzog von York, der enge Kontakte zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) pflegte, vor einem juristischen. Im Februar 2026 wurde er unter dem Verdacht des Amtsmissbrauchs vorübergehend festgenommen und nach Befragung auf freiem Fuß belassen – alle Vorwürfe bestreitet er. König Charles entzog ihm im Oktober 2025 sämtliche verbliebenen Titel. Nun fordert auch die City of London Corporation Andrew auf, seine Ehrenbürgerschaft, die er 2012 erhielt, freiwillig zurückzugeben. In einer offiziellen Stellungnahme hieß es, es gebe "keinen wirksamen rechtlichen Mechanismus, um diese Art von Freiheit zu entziehen", weshalb man ihn schriftlich bitte, sie selbst niederzulegen.

Prinz Andrew folgt dem Sarg von Queen Elizabeth II. nach dem Staatsbegräbnis in London
Getty Images
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Prinz Andrew und König Charles III., September 2025
Getty Images
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Britische Zeitungen berichten über die Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor am 19. Februar 2026
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