Auszug: Ex-Prinz Andrew könnte hohe Entschädigung kassieren
Neuer Wirbel um Prinz Andrew (66): Ein aktueller Bericht des britischen Rechnungshofs hat enthüllt, dass dem Herzog von York nach seinem Auszug aus der "Royal Lodge" eine stattliche Entschädigungszahlung zustehen könnte. Andrew, der vor rund vier Monaten von der royalen Windsor-Residenz auf das schlichtere Sandringham-Anwesen in Norfolk umgezogen ist, könnte umgerechnet bis zu rund 575.000 Euro erhalten. Grundlage dafür ist ein Vertrag, den der 66-Jährige im Jahr 2003 mit dem Crown Estate abgeschlossen hatte. Bereits damals berichtete Bild über die Details des Berichts, der im Palast für erhebliche Verstimmung gesorgt hat.
Die mögliche Entschädigung ergibt sich aus einer Ausstiegsklausel im damaligen Pachtvertrag: Andrew hatte sich 2003 einen 75-jährigen Pachtvertrag für die Residenz gesichert, dafür eine Einmalzahlung von einer Million Pfund geleistet und sich verpflichtet, rund 8,7 Millionen Euro in die Sanierung des Anwesens zu stecken. Im Gegenzug zahlte er eine sogenannte "Peppercorn Rent" – eine symbolische Miete, die praktisch null Euro entspricht. Die Klausel sieht vor, dass er bei vorzeitiger Rückgabe einen Teil seiner Investitionen zurückerhalten kann. Ob er die volle Summe bekommt, steht allerdings noch nicht fest: Zunächst wird die "Royal Lodge" begutachtet. Etwaige Schäden oder notwendige Reparaturen würden von der Entschädigung abgezogen. Der Pachtvertrag läuft laut Rechnungshof noch bis zum 30. Oktober 2026 – erst dann muss das Anwesen spätestens an das Crown Estate zurückgegeben werden. Ein Palastmitarbeiter verriet Bild: "Die Stimmung im Palast ist sehr schlecht. Der Bericht des Rechnungshofs sorgt viele – besonders die Königsfamilie."
Der Bericht hat aber noch weitere unangenehme Details zutage gefördert: Auch Andrews Töchter Beatrice und Eugenie sollen dem Dokument zufolge seit fast 20 Jahren in königlichen Residenzen gelebt haben, ohne dafür Miete zu zahlen. Demnach wohnten die beiden Schwestern ab 2008 mietfrei im St. James's Palace. Eugenie zog 2018 ins "Ivy Cottage" auf dem Gelände des Kensington Palace. Die Wohnkosten wurden dabei aus dem "Privy Purse", dem Privatvermögen von König Charles III. (77), bestritten. Für Charles, der seit seinem Thronantritt eine modernere Monarchie anstrebt, ist der Bericht laut dem Palastmitarbeiter eine besondere Belastung: "Der König leidet sehr unter dem Skandal. Er ist hin- und hergerissen. Loyalität zu seinem jüngeren Bruder einerseits. Und Verantwortung den royalen Finanzen und der Öffentlichkeit gegenüber andererseits."









