Biopic über Michael Jackson: Das sagen die ersten Kritiken
Wird dieses Biopic dem King of Pop gerecht? Ab dem 23. April ist "Michael", der Film über das Leben von Michael Jackson (†50), in Deutschland in den Kinos zu sehen. In Berlin wurde aber schon Premiere gefeiert und auch in Los Angeles gab es schon Vorführungen. Demnach werden jetzt die ersten Reaktionen der Kritiker veröffentlicht – und die könnten wohl kaum weiter auseinandergehen. Während die einen vor allem das Talent von Hauptdarsteller Jaafar Jackson (29), Michaels Neffen, loben, sehen andere den Umgang mit den Vorwürfen gegen den Sänger kritisch. Das Kinoportal The HoloFiles kritisiert auf X beispielsweise die fehlende Tiefe des Films: "'Michael' ist eine außerordentlich glatt gebügelte, übermäßig publikumsfreundliche Musikbiografie, die 'Bohemian Rhapsody' wie eine komplexe, nuancierte Charakterstudie erscheinen lässt."
"Michael" befasst sich mit den frühen Jahren des Musikers mit den Jackson 5 und seinem anschließenden Durchbruch als Solo-Künstler. Schon vorab stand die Frage im Raum, inwieweit die anhaltenden Anschuldigungen gegen Michael Teil der Handlung sein werden. Die Missbrauchsvorwürfe werden aber aus rechtlichen Gründen gar nicht aufgegriffen, was sicher für viele Zuschauer ein Kritikpunkt sein wird. Der Fokus des Films liegt offenbar auf Michaels Musik. Das Besondere ist, dass die Produzenten auf das originale Werk des 2009 verstorbenen Popstars zurückgreifen. Auch der Regisseur Antoine Fuqua (60) ist sicherlich ein Pluspunkt. Er hat viel Erfahrung mit Musikfilmen, denn er war auch für das Oscar-prämierte Queen-Biopic "Bohemian Rhapsody" verantwortlich.
Antoine schien sich absolut bewusst zu sein, wie hoch die Erwartungen an ein Michael-Jackson-Biopic sein würden. Immerhin gilt Michael bis heute als einer der größten Popstars überhaupt. Der Film befand sich mehrere Jahre in Produktion. Offiziell angekündigt wurde er schon 2022, nachdem sich Produzent Graham King schon 2019 die Rechte an einem Film über Michael gesichert hatte. Jaafar wurde ebenfalls 2022 gecastet, die Dreharbeiten begannen aber erst rund ein Jahr später. Dann dauerte es nochmal über zwei Jahre, bis der Film endlich bereit war, mit der Öffentlichkeit geteilt zu werden. Ein Grund für die lange Produktion könnte auch der umfangreiche Nachdreh gewesen sein. Laut Variety soll dieser an die 13 Millionen Euro gekostet haben, weil die Aufarbeitung der Vorwürfe gegen Michael aufgrund rechtlicher Entwicklungen erst im Nachhinein aus dem Film gestrichen wurde.








