Farid Bang spricht über die Verhaftung seines Vaters
Rapper Farid Bang (39) hat in einem Interview mit Hiphop.de aus seinem Leben erzählt und dabei einen besonders einschneidenden Moment aus seiner Kindheit geschildert: die Verhaftung seines Vaters. Farid erinnert sich daran, dass er bereits im Vorfeld ein ungutes Gefühl hatte. "Ich hatte so ein mulmiges Gefühl, ich hatte schon so ein böses Gefühl in mir", so der Rapper. Als er nach Hause kam, wartete bereits seine Tante auf ihn und eröffnete ihm, dass er nun nach Melilla in Spanien gehen solle, um dort die Schule weiterzumachen. Allein auf einem Bordstein sitzend, überwältigten ihn die Emotionen: "Dann saß ich so auf so einem Bordstein … voll am Heulen."
Dennoch beschreibt Farid das Verhältnis zu seinem Vater als grundsätzlich positiv. "Natürlich, mein Vater und ich verstehen uns sehr gut", erklärte er. "Wir sind teilweise wie Freunde, aber auch nur teils, also da ist natürlich immer noch eine gewisse Distanz und Respekt." Farid fügte hinzu, dass sein Vater bereits vor seiner späteren Inhaftierung einmal im Gefängnis gewesen sei, damals noch als junger Mann. Auch im Erwachsenenleben pflegen die beiden den Kontakt: "Er lebt in Melilla und ich habe gestern oder vorgestern noch mit ihm telefoniert", erzählte der Musiker. Im Netz sorgen diese und ähnliche Geschichten aus der Rapszene für Gesprächsstoff. Auf Reddit diskutieren Fans unter der These, dass nahezu jeder große Rapper einen sogenannten Vaterkomplex habe. Neben Farid werden dabei unter anderem Bushido (47), Sido (45), Kollegah (41), Haftbefehl (40), Fler und Casper (43) genannt.
Farid, der mit bürgerlichem Namen Farid Hamed El Abdellaoui heißt und 1986 in Düsseldorf zur Welt kam, zählt seit Jahren zu den bekanntesten Rappern Deutschlands. Privat macht er immer wieder mit persönlichen Einblicken auf sich aufmerksam – zuletzt sorgte er mit seiner Leidenschaft für den Muskelaufbau für Aufsehen, als er bekannt gab, ein neues Rekordgewicht erreicht zu haben.









