Jamie-Lynn Siglers Ehe-Drama: Fantasien vom eigenen Tod

Jamie-Lynn Siglers Ehe-Drama: Fantasien vom eigenen Tod

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 3 min

Jamie-Lynn Sigler (44) macht in ihrem neuen Buch eine erschütternde Beichte über ihre erste Ehe mit Abraxas "AJ" Discala. Die Schauspielerin erinnert sich in ihren Memoiren "And So It Is...: A Memoir of Acceptance and Hope" an eine Zeit, in der sie während der Beziehung sogar düstere Fantasien von ihrem eigenen Tod hatte. Gegenüber dem Magazin US Weekly erklärt Jamie-Lynn jetzt offen, dass diese Gedanken kein wirklicher Suizidplan, sondern ein Hilfeschrei waren. Die Ehe mit ihrem damaligen Manager, die 2003 geschlossen und nach drei Jahren wieder geschieden wurde, beschreibt sie heute als "toxisch" und "kompliziert". Sie ist sicher: "Ich hätte nicht mehr lange überlebt, wenn ich in dieser Ehe geblieben wäre." Während sie privat damals um ihre seelische Gesundheit rang, arbeitete sie weiter vor der Kamera und versuchte, die Fassade nach außen aufrechtzuerhalten.

Im Interview berichtet Jamie-Lynn, die dunklen Fantasien seien vor allem ein Ausdruck ihrer Verzweiflung gewesen: "Es war ein Hilfeschrei. Ich brauchte jemanden, der versteht, wie verängstigt und überfordert ich war." Sie habe sich damals wie eine Versagerin gefühlt und dennoch lange an der Ehe festgehalten, die sie im zarten Alter von 22 Jahren mit dem zehn Jahre älteren Finanzmanager einging. "Eine Ehe mit 20 ist trotzdem eine Ehe", erklärt sie. Sie habe Beweise gebraucht, um gehen zu können. Als sie schließlich das Handy ihres Mannes kontrollierte, habe sie laut eigenen Worten gemerkt, dass "etwas nicht stimmte". Trotz allem betont die Schauspielerin, dass sie ihre Geschichte nicht erzähle, um AJ schlechtzumachen, sondern um anderen Frauen Mut zu machen, auf ihr Gefühl zu hören.

Besonders kompliziert wurde die Situation, weil Jamie-Lynn parallel mit rätselhaften gesundheitlichen Problemen kämpfte, die sich später als Multiple Sklerose herausstellten. Bereits in ihren frühen Zwanzigern spürte die "Sopranos"-Darstellerin ein Kribbeln in den Füßen, zeitweise waren ihre Beine wie gelähmt. Zunächst wurde fälschlicherweise Lyme-Borreliose diagnostiziert. Erst 2002 erfuhr sie von ihrer MS-Erkrankung. Rückblickend sagt sie in dem Gespräch mit US Weekly, dass sie in dieser Phase ihren damaligen Mann auch dringend gebraucht habe. "Ich habe ihn damals verzweifelt gebraucht, deshalb kann ich nicht einfach sagen: 'Was hast du dir gedacht?' Ich weiß, was ich damals gebraucht habe, und er hat mir viel davon gegeben", erzählt sie, betont jedoch zugleich: "Kann ich heute auf ein junges Mädchen zurückblicken, das womöglich ausgenutzt wurde? Ja, aber ich glaube nicht, dass er das wirklich beabsichtigt hat." Heute hat Jamie-Lynn ihr privates Glück gefunden: 2016 heiratete sie den früheren Baseballprofi Cutter Dykstra, mit dem sie zwei Söhne großzieht. Ihre schonungslose Autobiografie "And So It Is..." soll am 5. Mai erscheinen und gibt einen tiefen Einblick in ihre persönliche Geschichte zwischen frühem Ruhm, schwerer Krankheit und der Suche nach innerem Frieden.

Jamie-Lynn Sigler beim Sopranos-25-Jahre-Wiedersehen beim Tribeca Festival im Beacon Theatre in New York
Getty Images
Jamie-Lynn Sigler beim Sopranos-25-Jahre-Wiedersehen beim Tribeca Festival im Beacon Theatre in New York
Jamie-Lynn Sigler bei den Writers Guild Awards
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Jamie-Lynn Sigler bei den Writers Guild Awards
Cutter Dykstra und Jamie Lynn Sigler mit Sohn Beau
Ari Perilstein/Getty Images for Feld Entertainment
Cutter Dykstra und Jamie Lynn Sigler mit Sohn Beau
Findet ihr, Jamie-Lynns offene Beichte in ihrem Buch ist genau das, was die Öffentlichkeit hören sollte?