Organspender-Boom: Norweger wollen Mette-Marit helfen
Die schwere Erkrankung von Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (52) hat in ihrem Heimatland eine bemerkenswerte Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Nachdem bekannt wurde, dass die 52-Jährige aufgrund ihrer Lungenfibrose auf die Transplantationsliste gesetzt wurde und so schnell wie möglich eine neue Lunge benötigt, meldeten sich allein am Tag der Bekanntmachung 2.178 Norweger als Organspender an. Das berichtet der norwegische Sender NRK. An einem gewöhnlichen Maitag registrieren sich lediglich rund 70 Menschen als potenzielle Spender.
Aleksander Sekowski, Informationschef der Stiftung Organdonasjon, beschreibt den Anstieg gegenüber NRK als "enorm": "Wir sprechen von Zahlen und Traffic, den ich seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2012 nicht gesehen habe." Auch die Besucherzahlen auf der Website der Stiftung schossen demnach in die Höhe. Insgesamt sind in Norwegen inzwischen mehr als 728.000 Menschen als Organspender registriert. Wie lange Mette-Marit auf ein passendes Spenderorgan warten muss, ist derzeit noch unklar. Acht weitere Patienten stehen ebenfalls auf der Warteliste, wobei die Schwere der Erkrankung sowie die biologische Übereinstimmung zwischen Spender und Empfänger über die Vergabe entscheiden. Die durchschnittliche Wartezeit auf eine neue Lunge in Norwegen beträgt rund ein Jahr.
Für Mette-Marit bedeutet die Warteliste trotz ihrer Stellung im Königshaus, dass sie wie alle anderen Betroffenen behandelt wird. Mediziner stellen klar, dass bei der Vergabe von Spenderlungen allein der Gesundheitszustand und die Dringlichkeit entscheidend sind. Die dreifache Mutter, die sich in der Vergangenheit immer wieder für soziale Themen engagierte, steht damit in einer Reihe mit anderen Schwerkranken, die auf ein lebensrettendes Organ hoffen. In Norwegen verfolgen viele Menschen den weiteren Weg der Kronprinzessin aufmerksam, während das wachsende Interesse an der Organspende zeigt, wie groß die Bereitschaft im Land ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und eine Entscheidung für den eigenen Organspende-Status zu treffen.








