Nach Abtreibungsbeichte: Badmómzjay wehrt sich gegen Hetze
Rapperin Badmómzjay (23) hat dem Stern ein sehr offenes und privates Interview gegeben – und durchlebt als Folge nun einen Online-Shitstorm. In dem Interview sprach sie über ihre Abtreibung und eine gewaltvolle Ex-Beziehung. "Mir war bewusst, dass es zu diesem Thema unterschiedliche Meinungen gibt. Trotzdem habe ich diesen Schritt gewagt, weil ich wusste, wie vielen Menschen ich damit helfen kann. Und ich wollte auch für mich selbst einstehen", erklärt sie ihre Beweggründe in einem Statement auf Instagram. Dass sie nun deswegen Hass einstecken muss, schockiert die 23-Jährige.
In dem Interview erzählt die Musikerin, die mit bürgerlichem Namen Josy Napieray heißt, ihr damaliger Partner habe sie als "Mörderin" bezeichnet, als er von ihrem Abtreibungswunsch erfuhr. Dass ausgerechnet dieser Aspekt der Geschichte nun bei anderen Medien als aufmerksamkeitserregende Überschrift verwendet wurde, stört sie sehr. "Diese 'Berichterstattung' hier, dieses ekelhafte Clickbait und die abwertenden, ungebildeten Kommentare sind absolut schockierend", findet Josy. Ihre Geschichte zu missbrauchen, um Frauenhass zu schüren, findet sie "beschämend".
In dem umfangreichen Interview erzählt Josy, wie sie unfreiwillig schwanger wurde und sich gegen den Willen ihres damaligen Partners, durch den sie häusliche Gewalt erfuhr, für eine Abtreibung entschied. "Damals war ich in einer schlimmen Beziehung. Er war übergriffig, hat mich mental und körperlich missbraucht. Von diesem Mann kann ich doch kein Kind bekommen, dachte ich", erklärt sie ihre missliche Lage gegenüber Stern. Die Folgen ihrer Entscheidung schildert sie ungeschönt, gibt anderen Frauen mit ihrer Geschichte aber auch Hoffnung.






