Angst um Karriere: Matt Damon zweifelte an "Bourne"-Reihe
Matt Damon (55) zählte Ende der 1990er-Jahre zu den gefragtesten Schauspielern Hollywoods – doch ausgerechnet eine seiner bekanntesten Rollen brachte ihn an den Rand des Karriereendes. Mit der Actionverfilmung "Die Bourne Identität" übernahm er die Hauptrolle des Gedächtnisverlorenen Jason Bourne, der seine Vergangenheit als CIA-Auftragskiller aufzudecken versucht. Was heute als Startschuss einer erfolgreichen Franchise gilt, war damals alles andere als ein sicheres Projekt – und sorgte beim Schauspieler für massive Sorgen um seine Zukunft in der Filmbranche.
Hinter den Kulissen herrschte während der Produktion Chaos: Mehrere Drehbuchversionen wurden verworfen, Produzent Richard Gladstein verließ das Projekt, und das Studio verlor zunehmend die Geduld. Regisseur Doug Liman (60) war für seine unkonventionellen Arbeitsmethoden bekannt, was die Dreharbeiten zusätzlich in die Länge zog. Szenen wurden immer wieder umgeschrieben und neu gedreht, das Budget um mehrere Millionen Dollar überschritten und der Kinostart um Monate verschoben. Gegenüber Total Film erinnerte sich Matt später daran, dass der Film alle Anzeichen gehabt habe, eine "Katastrophe" zu werden. Das habe sich unmittelbar auf seine berufliche Situation ausgewirkt: "Das Telefon hörte komplett auf zu klingeln", so der Schauspieler – er sei in Hollywood praktisch "eiskalt" gewesen.
Vor "Die Bourne Identität" hatte Matt seinen Ruf mit Filmen wie "Der Soldat James Ryan" und "Der talentierte Mr. Ripley" gefestigt. Sein Durchbruch gelang ihm jedoch bereits 1997 mit "Good Will Hunting" – einem Drehbuch, das er gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Ben Affleck (53) geschrieben hatte und für das beide einen Oscar gewannen. Dass ausgerechnet Jason Bourne, eine damals ungewohnte Figur im Actiongenre – gebrochen und verletzlich statt unfehlbar wie James Bond – Matt fast die Karriere kostete, ist heute kaum vorstellbar. Denn letztlich wurde der Film zu einem Meilenstein des modernen Actionkinos und der Grundstein für eine ganze Filmreihe, in der Matt die Rolle noch mehrfach verkörperte.








