Patrice Aminatis Medikamente halten sie "künstlich am Leben"
Mit bewegenden Worten hat Patrice Aminati (31) am Montagabend in der ARD-Talkshow Hart aber fair über ihren Kampf gegen schwarzen Hautkrebs gesprochen. Die Moderatorin machte dort unmissverständlich klar, warum sie sich öffentlich engagiert: "Dank Medikamenten werde ich künstlich am Leben gehalten, aber das muss nicht sein", sagte sie in der Runde. In der Ausgabe vom 4. Mai, die unter dem Titel "Teuer und nur Mittelmaß - was läuft schief bei Ärzten, Kliniken und Kassen?" stand, war Patrice gemeinsam mit Hendrik Streeck, Eckart von Hirschhausen (58), Andreas Gassen und Clara Schlagowski zu Gast. Sie wolle Bewusstsein schaffen und die Hautkrebsvorsorge stärken: "Für mich kommt Vorsorge zu spät, ich bin Palliativpatient. Aber jedem, dem ich heute eine Stimme verschaffen kann, für die Vorsorge, ist das ein Riesengewinn", erklärte sie in der Sendung.
Patrice berichtete in der Talkshow eindrücklich, wie alles begann: Während einer Schwangerschaft veränderte sich ein Leberfleck, wurde "größer und erhabener". Der Arzt habe zunächst abgewiegelt: "Ach, das machen wir mal weg. [...] Das war dann tatsächlich schwarzer Hautkrebs, der auch schon metastasiert war", erzählte sie bei "Hart aber fair". Es folgte, so Patrice, eine wahre Odyssee mit Medikamenten. Die Moderatorin räumte ein, sie habe Hautkrebs lange unterschätzt: "Ich dachte eigentlich immer, Hautkrebs ist mit einem Schnitt getan, das ist etwas Oberflächliches. Aber es ist ein unsichtbarer Feind." Wie ein Eisberg habe sich die Krankheit unter der Oberfläche ausgebreitet. Zugleich betonte sie die Bedeutung moderner Behandlungen: Sie habe das Glück, "seit drei Jahren damit leben zu können dank sehr teurer Therapien wie der Immuntherapie".
Vor Kurzem meldete sich Patrice auch bei Instagram mit einem Gesundheitsupdate. Sie erzählte, wie schlecht es ihr kurz zuvor gegangen war und dass sie zusammen mit ihrer Mama in ein Hotel gefahren sei, um Abstand zu bekommen und Kraft zu sammeln. "Ich muss sagen, ich bin gefühlt auf allen Vieren hierher gekrochen, weil es mir so schlecht ging die letzten Tage. Jeden Tag im Krankenhaus war", sagte sie in ihrer Story. Vor Ort habe sie dann auf Ruhe gesetzt. "Ich merke von Tag zu Tag, wie es mir besser geht. Wir haben viel gegessen, viel geschlafen, sind viel in der Sauna", berichtete sie. Gleichzeitig zeigte Patrice auch die Schattenseite und postete ein Foto von ihrer Ankunft im Hotel. "So kam ich vor zwei Tagen hier an – müde und abgekämpft", schrieb sie dazu. Nur wenige Tage zuvor hatte sie im SWR-"Nachtcafé" von einem heftigen Rückschlag gesprochen. "Jetzt habe ich gestern Abend den Anruf bekommen: Es ist zurück und Metastasen haben in einigen Organen gestreut", sagte sie dort. Trotzdem machte sie klar, dass sie weiterkämpfen wollte. "Eigentlich hat man mir gesagt, dass ich letzte Weihnachten schon nicht mehr erleben werde und ich sitze immer noch hier", erklärte sie.






