

Finnlands ESC-Sonderregelung sorgt für Unmut bei den Fans
Dass Linda Lampenius beim Eurovision Song Contest in Wien ihre Geige live spielen darf, begeistert viele Fans – doch nicht alle. Unter dem Instagram-Post, den Linda und ihr Gesangspartner Pete Parkkonen geteilt haben, um die Sondergenehmigung der European Broadcasting Union (EBU) zu verkünden, häufen sich neben begeisterten Kommentaren auch kritische Stimmen. Die beiden schrieben, dass sie nach "unzähligen Proben, Versuchen und Diskussionen" stolz seien, dass Linda die violinbegleiteten Parts beim großen ESC-Finale am 16. Mai live spielen darf. Ihre Violine sei ihre "Stimme" an diesem Abend. Für viele Fans ist das ein Grund zur Freude – für andere hingegen ein Anlass zum Ärger.
Besonders laut wird die Kritik rund um die Frage der Fairness. "Der Wettbewerb ist nicht fair. Andere dürfen es nicht. Weil sie eine Favoritin ist, lassen sie sie live performen", schreibt etwa ein User unter dem Post. Tatsächlich gilt beim ESC grundsätzlich die Regel, dass alle Instrumente vom Band kommen und nur der Gesang live ist – eine Vorgabe, die nun für das finnische Duo durchbrochen wird. Laut aktuellem Wettbewerb gelten Linda und Pete als Top-Favoriten auf den Sieg. Warum die EBU die Ausnahme genehmigt hat, wurde bisher nicht offiziell erklärt.
Völlig neu ist ein live gespieltes Instrument auf der ESC-Bühne allerdings nicht: Beim Wettbewerb 2025 nutzte der Italiener Lucio Corsi kurz eine Mundharmonika live, ohne dass dies im Vorfeld groß angekündigt worden wäre. Damit umging der Musiker eine Regellücke, denn angeschlossen war das Instrument nicht, er hielt die Mundharmonika lediglich vor sein Mikrofon. Lindas umfassender Live-Einsatz der Geige geht jedoch deutlich weiter und stellt damit tatsächlich eine Besonderheit in der Geschichte des Wettbewerbs dar. Linda und Pete treten mit ihrem Song "Liekinheitin" an – auf Deutsch so viel wie "Flammenwerfer".









