Naomi Osaka offen über Mutterschaft, Druck und Prioritäten
Tennisspielerin Naomi Osaka (28) ist nicht nur eine der erfolgreichsten Athletinnen der Welt, sondern seit Juli 2023 auch Mutter – und genau diese Doppelrolle macht ihr manchmal ganz schön zu schaffen. In einem exklusiven Interview mit dem Magazin People sprach die 28-Jährige jetzt offen darüber, wie viel Druck sie als Mama empfindet. "Ich glaube, dass Mütter immer alles machen wollen, und ich würde sagen, das ist eine wirklich harte Anforderung, die wir uns selbst stellen", erklärte die viermalige Grand-Slam-Siegerin, die auch als Markenbotschafterin für das Wellnessunternehmen OLLY tätig ist.
Im Interview verriet Naomi, wie es ihr gelingt, Tenniskarriere, Mutterschaft und Privatleben unter einen Hut zu bringen. Ihr Ziel sei dabei keine perfekte Balance – vielmehr finde sie Halt darin, zu wissen, dass alles seinen Platz in ihrem Leben habe. Besonders ihr erstes Jahr auf dem Tennisplatz nach der Geburt ihrer Tochter Shai sei für sie sehr intensiv gewesen. Dabei habe sie eine wichtige Lektion gelernt: Hilfe anzunehmen. "Ich bin jemand, der sehr stolz ist und andere nicht gern belästigt und um Hilfe bittet, deshalb zögere ich das bis zum letzten Moment hinaus. Aber ich habe erkannt, dass die meisten Menschen helfen wollen. Und wenn man um Hilfe bittet, ist das keine Belästigung", sagte sie dem Magazin. Es habe lange gedauert, das zu verinnerlichen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen OLLY möchte sie andere Frauen darin bestärken, Unterstützung zuzulassen. Die Kampagne stellt die Stärkung von Frauen in den Mittelpunkt, damit sie ihre mentale und physische Gesundheit priorisieren.
Naomi teilt sich das Sorgerecht für ihre Tochter Shai mit ihrem Ex-Freund, dem Rapper Cordae, von dem sie sich Anfang 2025 getrennt hatte. Trotz der Trennung lassen beide keine Gelegenheit aus, ihre gemeinsame Tochter in den Mittelpunkt zu stellen. Für Naomi steht fest, dass Shai immer an erster Stelle kommt. "Vielleicht kann ich das sagen, weil ich ihre Mutter bin und sehr voreingenommen bin, aber ich glaube, sie ist einfach eine unglaubliche Freude, und es fällt gar nicht schwer, sie zu priorisieren", schwärmte die Sportlerin. Dennoch achtet Naomi auch auf sich selbst – und möchte anderen Müttern zeigen, dass Stärke auch bedeuten kann, Hilfe anzunehmen und die eigene seelische Gesundheit ernst zu nehmen.









