Brände: Hannes Jaenickes Haus ist immer noch eine Ruine
Hannes Jaenicke (66) steht vor den Trümmern seiner Existenz in Kalifornien – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Jahr nach den verheerenden Bränden ist sein einstiges Traumdomizil noch immer eine ausgebrannte Ruine. Doch die psychische Belastung geht weit über den Anblick von Schutt und Asche hinaus: Der Schauspieler darf sein eigenes Anwesen bis heute nicht betreten: "Wir dürfen im Moment nicht einmal auf das Grundstück – alles ist noch abgesperrt, und man kommt überhaupt nicht ran", schildert der Umweltaktivist die beklemmende Situation im Bunte-Interview. Für den 66-Jährigen bleibt die Zukunft seines Rückzugsortes damit weiterhin ungewiss.
Hinter den Absperrbändern tobt derweil ein juristischer Krieg, der jegliche Hoffnung auf einen schnellen Neuanfang im Keim erstickt. Im Interview zeichnet Hannes das Bild einer zutiefst zerrütteten Nachbarschaft, in der das Vertrauen gemeinsam mit den Häusern verbrannt ist. "Es laufen Dutzende Klagen, im Grunde verklagt gerade jeder jeden", so der TV-Star über die explosive Stimmung vor Ort. Die juristische Aufarbeitung der Brandursache und der Haftungsfragen zieht sich derweil wie Kaugummi. "Die Lage ist im Moment einfach noch zu vergiftet, sodass an einen Aufbau aktuell nicht zu denken ist", erklärt Hannes resigniert. Vor 2028 rechnet er nicht damit, auch nur einen einzigen Stein neu setzen zu können.
Für Hannes, der als Pendler zwischen den Kontinenten in Kalifornien seinen Ruhepol gefunden hatte, ist dieser Stillstand ein herber Schlag. Das Haus war sein Ankerpunkt neben den strapaziösen Dreharbeiten und seinem weltweiten Engagement für den Tier- und Umweltschutz. Dass dieser Fixpunkt nun für Jahre zur gesperrten Trümmerlandschaft degradiert wurde, markiert eine Zäsur in seinem Privatleben. Der materielle Verlust schmerzt, doch die Ohnmacht gegenüber einer "vergifteten" Stimmung vor Ort und dem Betretungsverbot wiegt schwerer. Hannes' kalifornischer Traum scheint für unbestimmte Zeit zu einem bürokratischen Mahnmal erstarrt.







