Martin Short über den schmerzhaften Verlust seiner Tochter
Schauspieler Martin Short (76) hat sich in bewegenden Interviews über den Tod seiner Tochter Katherine geäußert. Die 42-Jährige starb durch Suizid, nachdem sie lange mit ihrer psychischen Gesundheit gekämpft hatte. Gegenüber CBS Sunday Morning sprach der Schauspieler erstmals öffentlich darüber: "Es war ein Albtraum für die Familie." In einem kurz darauf erschienenen Interview mit der New York Times zog er dann einen erschütternden Vergleich zwischen dem Tod seiner Tochter und dem seiner Frau Nancy Dolman, die 2010 an Eierstockkrebs gestorben war.
Katherine litt nach Martins Angaben lange unter schweren psychischen Erkrankungen, darunter einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. "Meine Tochter kämpfte lange mit extremen psychischen Problemen und tat ihr Bestes, bis sie nicht mehr konnte", sagte er gegenüber CBS Sunday Morning. Für Martin sind die Parallelen zu Nancys Tod unübersehbar: So wie seine Frau ihm am Ende ihres Lebens sagte "Martin, lass mich gehen", habe auch Katherine das Gleiche kommuniziert. "Katherine sagte: 'Papa, lass mich gehen'", erklärte er der New York Times und meinte weiter: "Ich sehe keinen Unterschied zwischen psychischer Krankheit als Krankheit und Krebs als Krankheit. In manchen Fällen sind beide tödlich. Und in manchen Fällen sind beide überlebbar." Dennoch empfindet er den Verlust seiner Tochter als noch schwerer zu verarbeiten als den seiner Frau: "Das ist dein Kind. Ich versuche, mich in Richtung Licht zu bewegen."
Martin verlor in seinem Leben nicht nur Nancy und Katherine, sondern auch bereits vor seinem 20. Geburtstag seinen Bruder und beide Elternteile. Am Tag von Katherines Tod fragte er sich im Auto, ob er überhaupt weitermachen wolle. Die Antwort fand er, als er im Haus seines Sohnes Oliver in Newport Beach, Kalifornien, ankam. Olivers zwei Söhne, vier und fünf Jahre alt, sprangen ihn freudig an und riefen "Papa, lass uns Riese spielen". "Und plötzlich dachte ich: 'Oh, darum. Darum'", erinnerte er sich. Neben Oliver hat Martin noch einen weiteren Sohn, Henry.






