Martin Shorts bewegende Worte über den Tod seiner Tochter
Martin Short (76) findet nach dem tragischen Tod seiner Tochter Katherine erstmals bewegende Worte. In einem neuen Interview in der Sendung "CBS Sunday Morning" spricht der Schauspieler nur wenige Wochen nach dem Verlust offen darüber, wie sehr die Familie unter dem Suizid der 42-Jährigen leidet. Gemeinsam mit seiner verstorbenen Frau Nancy Dolman hatte Martin drei Kinder adoptiert – nun trauert er zusammen mit den Brüdern von Katherine um die älteste Tochter. Laut den Aufzeichnungen der Gerichtsmedizin des Bezirks Los Angeles starb Katherine am 23. Februar durch eine selbst zugefügte Schussverletzung. Im Gegensatz zu ihren Eltern entschied sich Katherine dafür, sich von der Unterhaltungsbranche fernzuhalten, und schlug als staatlich geprüfte klinische Sozialarbeiterin ihren eigenen Weg ein.
In dem TV-Gespräch erklärt der Comedian, wie sehr ihn die Parallelen zwischen der Eierstockkrebserkrankung seiner Frau Nancy und der psychischen Erkrankung seiner Tochter beschäftigen. Beide hätten ihn angefleht, sie gehen zu lassen. "Es ist ein Albtraum für die Familie", sagt Martin in der Sendung und betont, dass auch seelische Leiden tödlich enden können. "Meine Tochter hatte lange Zeit mit schweren psychischen Problemen zu kämpfen. Eine Borderline-Persönlichkeitsstörung und andere Probleme – sie hat ihr Bestes gegeben, bis sie es einfach nicht mehr konnte.“ Bereits kurz nach dem Einsatz der Rettungskräfte in ihrem Haus in den Hollywood Hills hatte die Familie in einem Statement gegenüber dem Magazin People erklärt: "Katherine war von allen geliebt und wird für das Licht und die Freude, die sie in die Welt gebracht hat, in Erinnerung bleiben." Nach Angaben der Behörden wurde die 42-Jährige eingeäschert, die Angehörigen halten Details ihres Abschieds bewusst aus der Öffentlichkeit heraus.
Martin erklärt auch, dass er sich bei einer Autofahrt selbst dabei erwischt habe, zu zweifeln, ob sein Leben nach den tragischen Verlusten noch Sinn ergebe. "Ich stieg an diesem Tag ins Auto", erinnert er sich an den Tag, an dem seine Tochter starb. "Und ich dachte: 'Okay, ich bin 75. Warum mache ich weiter? Im Ernst? Was hat das alles für einen Sinn?'" Als er zuhause seine kleinen Enkel, fünf und vier Jahre alt, in die Arme schloss und sie ihn baten, mit ihm "Riesen" zu spielen, habe er gemerkt, dass es doch Gründe gebe, weiterzumachen.
Bist du selbst depressiv oder hast du Suizid-Gedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.







