Prinz William will großen Teil seiner Ländereien veräußern
Prinz William (43) plant einen drastischen Umbau seines Herzogtums Cornwall. Wie die britische Zeitung The Times jetzt berichtet, will der 43-jährige Thronfolger in den kommenden zehn Jahren rund ein Fünftel seiner Ländereien verkaufen. Mit dem Erlös sollen etwa 500 Millionen Pfund – umgerechnet rund 570 Millionen Euro – in die Bekämpfung der Wohnungs- und Umweltkrise fließen. Zukünftig soll sich der Besitz auf fünf geografische Kerngebiete konzentrieren: die Scilly-Inseln, Cornwall, Dartmoor, die Region rund um Bath sowie Kennington im Süden Londons.
Will Bax, Geschäftsführer des Herzogtums Cornwall, beschreibt das kommende Jahrzehnt laut The Times als "eine Ära des Wandels". William habe entschieden, dass das Herzogtum "nicht nur dazu da sein sollte, Land zu besitzen. Es sollte in erster Linie dazu da sein, einen positiven Einfluss auf die Welt zu haben", zitiert ihn die Zeitung. Will zufolge hat William ihm den Auftrag erteilt, den Klimawandel und die Wohnungskrise anzugehen, das Wirtschaftswachstum in strukturschwachen Gemeinden voranzutreiben und erneuerbare Energien zu fördern. Zur geplanten Veräußerung von rund 20 Prozent des Besitzes sagte Will: "Wenn wir keine Möglichkeit für positive Auswirkungen sehen, dann brauchen wir vielleicht gar nicht an diesem Ort präsent zu sein."
Das Herzogtum Cornwall ist seit dem 14. Jahrhundert an jeden britischen Thronfolger übertragen worden und wird auf einen Wert von rund 1,1 Milliarden Pfund geschätzt. Die jährlichen Gewinne aus dem Landbesitz, die mehr als 20 Millionen Pfund betragen, sind die wichtigste Einnahmequelle von William und finanzieren das private und öffentliche Leben der Familie – darunter das seiner Frau Prinzessin Kate (44) sowie der drei Kinder Prinz George (12), Prinzessin Charlotte (11) und Prinz Louis (8). Mit seinem Reformplan tritt William in die Fußstapfen seines Vaters König Charles III. (77), der den Besitz ebenfalls als Einnahmequelle nutzte, bevor William ihn mit seiner Thronfolge übernahm.







