Steuerskandal: Shakira erhält Millionen-Entschädigung

Steuerskandal: Shakira erhält Millionen-Entschädigung

- Sandrine Palme
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Shakira (49) hat in einem jahrelangen Steuerstreit mit den spanischen Behörden einen wichtigen Sieg errungen. Ein spanisches Gericht hat festgestellt, dass die Sängerin für das Steuerjahr 2011 keine Steueransässige in Spanien war und damit weder Einkommensteuer noch Vermögenssteuer dort hätte zahlen müssen. Nun steht ihr eine Entschädigung von umgerechnet rund 59 Millionen Euro zu – bestehend aus zu Unrecht gezahlten Bußgeldern sowie aufgelaufenen Zinsen. In einem offiziellen Statement erklärte Shakira laut The Sun: "Es gab niemals einen Betrug, und die Behörden selbst konnten das Gegenteil nie beweisen, einfach weil es nicht der Wahrheit entsprach."

Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Frage, wo die Sängerin zwischen 2012 und 2014 ihren Wohnsitz hatte. Die spanische Steuerbehörde behauptete, sie hätte aufgrund ihrer damaligen Beziehung mit dem Fußballer Gerard Piqué (39) und ihrer geschäftlichen Aktivitäten in Spanien als Steuerresidentin gegolten. Shakira hingegen gab an, in diesem Zeitraum auf den Bahamas gelebt zu haben. Den Behörden gelang es letztlich nicht, nachzuweisen, dass sie sich mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen 183 Tage pro Jahr in Spanien aufgehalten hatte. Die aktuelle Entschädigung betrifft ausschließlich das Jahr 2011, das als einziges der vier strittigen Steuerjahre außerhalb der strafrechtlichen Verjährungsfrist lag und nur auf dem Verwaltungsweg geregelt werden konnte. In ihrem Statement zeigte sich die Künstlerin auch kämpferisch: "Nach mehr als acht Jahren brutaler öffentlicher Beschämung hat das Nationalgericht die Dinge endlich richtiggestellt."

Shakira hatte sich bereits im November 2023 in einem Deal mit der Staatsanwaltschaft auf eine Zahlung von umgerechnet rund 6,75 Millionen Euro sowie eine auf Bewährung ausgesetzte dreijährige Haftstrafe geeinigt – für die Steuerjahre 2012, 2013 und 2014. Sie betonte damals, dem Deal vor allem zum Schutz ihrer beiden Söhne zugestimmt zu haben. Ihr Anwalt Pau Molins hält in dem Zusammenhang fest, dass ihre elfjährige Beziehung mit dem Ex-Barcelona-Fußballer Gerard Piqué für sie steuerlich besonders kostspielig geworden sei. Hätte sie stattdessen in Madrid gelebt, hätte sie laut dem Anwalt rund 115 Millionen Euro gespart, da in der Region Madrid keine Vermögenssteuer erhoben wird.

Shakira gibt ein Gratis-Konzert am Strand von Copacabana in Rio de Janeiro, 2. Mai 2026
Getty Images
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Shakira, Sängerin
Getty Images
Shakira, Sängerin
Gerard Piqué und Shakira im Mai 2014
ActionPress
Gerard Piqué und Shakira im Mai 2014
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