

Lara Joy Körner hält bewegende Trauerrede für ihren Sohn (†)
Schauspielerin Lara Joy Körner (47) hat bei der Trauerfeier für ihren verstorbenen Sohn Remo Pollert eine tief berührende Rede gehalten. Rund 300 Trauergäste versammelten sich, um gemeinsam Abschied von dem 19-Jährigen zu nehmen, der Anfang Mai bei einem tragischen Unfall in der Isar in München ertrunken war. Wie Focus Online berichtet, fanden sich die Trauernden in der Alten Bogenhausener Kirche St. Georg zusammen, wo Lara mit bewegenden Worten von ihrem Sohn Abschied nahm. "Remo, du hast ein krasses Loch hinterlassen. Und uns gleichzeitig so viel Liebe hinterlassen, dass wir aus diesem Loch wieder rauskommen", sagte sie. Auch die gemeinsamen letzten Wochen ließ sie in ihren Worten Revue passieren: "Die letzten Wochen mit dir waren so intensiv, als ob du uns auf den Abschied vorbereiten wolltest. Du hattest immer eine anziehende Einzigartigkeit."
In ihrer Rede zeichnete die Schauspielerin das Bild eines leidenschaftlichen, lebenshungrigen jungen Mannes. Sie erinnerte daran, wie sehr ihr Sohn die Natur und vor allem die Musik geliebt hatte: "Du kanntest 7200 Tracks auswendig. Du hast auf der Straße und unter der Dusche gesungen." Am Ende ihrer Rede bat Lara die Anwesenden darum, auf Umarmungen und Beileidsbekundungen zu verzichten, da ihr die Kraft dafür fehle. Mit bemerkenswerter Fassung sprach sie über ihre Sicht auf Tod und Vergänglichkeit: "In diesem Sarg ist Remo nicht, es sind die Überreste seines Körpers. Eine Hülle, die er jetzt nicht mehr braucht. Seine Seele ist uns vertraut und nah und wird es immer sein. Energie kann nicht verschwinden, sondern sich nur verwandeln. Er war eine alte Seele." Auch Remos Vater Heiner Pollert war bei der Zeremonie dabei – er trug gemeinsam mit Remos Geschwistern den Sarg aus der Kirche. Am Grab erklang Techno-Musik, Remos große Leidenschaft.
Die Trauerfeier war ganz im Sinne des Verstorbenen gestaltet: Alle Anwesenden durften den Sarg mit persönlichen Botschaften bemalen – eine Geste, die bereits wenige Tage zuvor beim gemeinsamen Abschiednehmen am offenen Sarg im Bestattungsinstitut begonnen hatte. Damals hatten Freunde, Klassenkameraden und Lehrer den Deckel des Eichensarges bunt bemalt und liebevoll sein weißes Hemd bestickt, in dem Remo beigesetzt werden sollte. Viele der Trauergäste trugen bei der Feier Anstecker mit Remos Lebensmotto in schwarzen Lettern auf gelbem Grund: "Mein verdammt geiles Leben."




