

So aufwendig war "A Knight of the Seven Kingdoms"-Produktion
Die erste Staffel von "A Knight of the Seven Kingdoms" – dem neuesten Ableger aus dem Game-of-Thrones-Universum – hat bei den Fans eingeschlagen wie eine Bombe. Showrunner Ira Parker verriet nun gegenüber dem Magazin Entertainment Weekly, wie viel Arbeit und wie viele mutige Entscheidungen hinter dem Erfolg der Serie stecken. Bereits die allerersten Minuten der Premierenfolge sorgten für Gesprächsstoff: Hauptfigur Dunk, gespielt von Peter Claffey (29), verrichtet hinter einem Baum sein großes Geschäft – und diese kurze Szene hat das Team mehr Zeit gekostet als so manch andere. "Wir haben so viele verschiedene Kackgeräusche ausprobiert", erzählt Ira. Am Ende sei die bestmögliche Version herausgekommen – und trotzdem hätten manche Zuschauer darauf mit einer regelrechten Ablehnung reagiert.
Für Parker ist die Szene aber viel mehr als nur ein billiger Gag – sie ist ein Signal an die Zuschauer: Diese Fantasy darf derb und menschlich sein, ganz wie "The Wire" oder "Die Sopranos". "Das ist Genialität, wenn du beides so nahtlos verbindest: etwas so Brutales wie eine Kinderleiche auf den Straßen Baltimores und gleichzeitig diese normale, dunkle, menschliche Leichtigkeit.", so Ira. Weitere gefeierte Momente der Staffel: Dunks unbeholfener Tanz beim Turnier, ein Trinkgelage mit Ser Lyonel Baratheon, und ein freizügiger Flashback mit einer bemerkenswerten Prothese. Auch das Ende der Staffel blieb im Gedächtnis: Eine Titelkarte benennt die Show kurzerhand in "A Knight of the Nine Kingdoms" um – ein Gag, der sogar Googles Suchalgorithmus durcheinandergebracht hat. Sucht man nach dem Serientitel, fragt die Suchmaschine nämlich nach: "Ser, meinten Sie: A Knight of the Nine Kingdoms." Iras Reaktion: "Ich glaube, das ist vielleicht das Coolste, was dieser Serie bisher passiert ist."
Während er auf Gran Canaria bereits an Staffel 2 dreht – Drehpause wegen historischer Überschwemmungen inklusive –, gibt sich der Showrunner bemerkenswert selbstkritisch. Sogar jetzt, wo die erste Staffel ein Erfolg war, fühlt er sich weniger sicher als zuvor: "Jetzt hat man diesen Nebel, in dem man versucht, damit klarzukommen: Haben wir etwas Gutes gemacht? Wie können wir das wiederholen?" Eine Woche vor der Premiere der ersten Staffel löschte Parker seine Präsenz in den sozialen Medien, um dem Feedback zu entgehen – erst jetzt kehrt er langsam zurück. Seine Devise für die Arbeit bleibt trotz allem klar: "Es muss aus dem Bauch kommen. Es muss aus dem Herzen kommen."






