Damon Lindelof spricht über gescheiterten "Star Wars"-Film

Damon Lindelof spricht über gescheiterten "Star Wars"-Film

- Jannike Wacker
Lesezeit: 2 min

Nachdem Damon Lindelof (53) die neue Star Wars-Trilogie um die Episoden VII, VIII und IX realisierte, wurde er von Disney und den Produzenten vor die Tür gesetzt. Das erzählt der Filmemacher jetzt im Podcast "House of R". "Ich sagte ihnen: 'So stelle ich mir das vor.' Und sie sagten: 'Super, du bist eingestellt.' Dann, zwei Jahre später, wurde ich gefeuert. Ich lag also falsch, also durch die Linse betrachtet", erinnert er sich. Dabei hatte Damon einen sehr konkreten Plan, wie es mit der Skywalker-Saga weitergehen soll. Er schrieb bereits an der Geschichte und plante, die neuen Protagonisten Rey (Daisy Ridley, 34), Finn (John Boyega, 34) und Poe (Oscar Isaac, 46) in den Fokus des Franchise zu setzen. Mit "New Jedi Order" gab es sogar schon einen Titel.

Doch die Produktion legte den Fokus neu und konzentrierte sich stattdessen mehr auf den Mandalorianer und Grogu alias "Baby-Yoda" aus der Serie The Mandalorian. Für Damon lag die größte Schwierigkeit im Zusammenfügen des Alten und des Neuen: "Da gibt es nämlich die Macht der Nostalgie und die Macht der Neuerfindung, und beide treten in Konflikt miteinander." Das sei letztendlich ein Problem für das gesamte Franchise gewesen. Der 53-Jährige habe beim Schreiben gemerkt, wie schwer es ist, die neue Geschichte an die bisherige Saga anknüpfen zu lassen. "Man muss den richtigen Ton treffen, wo sie im Kanon angesiedelt ist, wie sie im Verhältnis zu Episode IX steht. Beginnt sie eine neue Trilogie? Macht sie alles auf einmal? Es war alles so riesig", erklärt er.

Zwar weiß Damon bis heute nicht, was letztendlich ausschlaggebend für seine Entlassung gewesen ist, aber die Mühseligkeit bei der Entwicklung könnte eine zentrale Rolle gespielt haben. Dass "Star Wars" ein großes Problem mit der Verknüpfung von Nostalgie und Neuem hat, ist kein Geheimnis. Das spiegelt sich auch in den Erfolgen der Filme und Serien der vergangenen Jahre wider. Besonders Fans der Original-Trilogie waren schwer zufriedenzustellen – immerhin gibt es das Franchise schon seit 1977. Die Filme um Protagonistin Rey bekamen eine eher mittelmäßige Resonanz, denn viele bemängelten das Fehlen von George Lucas' (82) ursprünglicher Vision. Filme wie "Solo: A Star Wars Story" gingen an den Kinokassen gänzlich baden. Erst die Serie "The Mandalorian" sorgte wieder für Begeisterungsschwünge.

Damon Lindelof bei der Premiere von Peacocks "Mrs. Davis" in Los Angeles, April 2023
Getty Images
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Daisy Ridley, John Boyega und Oscar Isaac in "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers"
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Daisy Ridley, John Boyega und Oscar Isaac in "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers"
Szene aus "The Mandalorian"
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Szene aus "The Mandalorian"
Stimmt ihr Damon zu, dass "Star Wars" Probleme hat, Nostalgie und Neuheiten in Einklang zu bringen?