Emma Corrin blickt auf persönliche Coming-out-Reise zurück
Gegenüber dem Magazin Variety gewährte Emma Corrin (30) seltene Einblicke in die persönliche Reise des Coming-outs. Das Schauspieltalent, das sich als nichtbinäre Person identifiziert und die Pronomen they/them verwendet, sprach dabei auch über die Verantwortung, die mit einer Vorbildrolle in der queeren Community einhergeht. "Ich fühle mich unglaublich geehrt, die erste nichtbinäre Person zu sein. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, dass Menschen – unabhängig davon, wie sie sich identifizieren – einander feiern und unterstützen können", erklärte Emma und fügte hinzu: "Es muss nicht ausschließlich darum gehen, dass Frauen die Stärke von Frauen feiern. Es können genauso gut Frauen, queere und nichtbinäre Menschen sein, die die Stärke von Frauen würdigen. Und ich finde, das ist verdammt großartig."
Neben dem Coming-out sprach Emma auch über die prägende Rolle als Prinzessin Diana (†36) in The Crown. Die Darstellung der verstorbenen Royal bezeichnete der "Nosferatu"-Star als "beängstigend". Regisseur Ben Caron habe Emma jedoch geraten, genau diese Gefühle in die Rolle einfließen zu lassen. "Von diesem Moment an wird sich dein Leben genauso verändern wie ihres. Also speichere jeden einzelnen Moment davon ab. Nimm ihn wahr", habe er damals gesagt. Für Emma waren diese Worte eine große Hilfe: "Ich hatte das Gefühl, es nicht alleine zu tun; ich hatte das Gefühl, es mit ihr zu tun."
Auch über den Umgang mit Social Media sprach Emma Corrin ungewohnt offen. Ein Jahr lang zog sich die Filmbekanntheit von Instagram zurück und gewöhnte sich nach eigenen Angaben bewusst ab, ständig auf die Plattform zu schauen. Die Rückkehr sei letztlich jedoch vor allem aus beruflichen Gründen erfolgt. "Ich hatte in der Welt, in der wir heute leben, irgendwie keine Wahl", erklärte Emma gegenüber Variety. Inzwischen sieht der Star darin aber auch etwas Positives. Es sei schön zu wissen, als nichtbinäre Person auf Instagram sichtbar zu sein und vielleicht auch nur einer einzigen Person damit helfen zu können. Privat wie beruflich ist Emma damit weiter sehr präsent: Schon bald wird das Talent in der neuen Netflix-Version von "Stolz und Vorurteil" zu sehen sein.






