Mette-Marit braucht neue Lunge: So gefährlich ist die OP
Dramatische Nachrichten aus Oslo: Kronprinzessin Mette-Marit (52) von Norwegen steht offiziell auf der Warteliste für eine Spenderlunge. Das gab der Hof am Freitagvormittag bekannt, nachdem sich der Gesundheitszustand der Royal so stark verschlechtert hat, dass ohne Transplantation nur noch begrenzte Zeit bleibt. Am renommierten Rikshospitalet, dem größten Universitätsklinikum des Landes, bereiten sich die behandelnden Ärzte auf einen hochkomplexen Eingriff vor, der jederzeit starten könnte, sobald ein passendes Organ verfügbar ist. Herz- und Lungenchirurg Arnt Fiane und Lungenspezialist Are Holm erklärten nun bei einer Pressekonferenz Schritt für Schritt, wie die bevorstehende Operation der Kronprinzessin ablaufen soll – und wie riskant sie tatsächlich ist.
Arnt Fiane schilderte laut Bild, dass bei dem Eingriff der Brustkorb geöffnet und Mette-Marit an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen wird, ähnlich wie bei einer Operation am offenen Herzen. So könne der Blutkreislauf während der mehrstündigen Prozedur aufrechterhalten werden. "Die Operation dauert normalerweise zwischen drei und fünf Stunden", erläuterte der Mediziner vor den anwesenden Journalisten. Das Herz der Patientin werde dafür zeitweise angehalten, die erkrankten Lungen vorsichtig entfernt und anschließend durch Spenderorgane ersetzt. Die neuen Lungenflügel würden mit den großen Blutgefäßen und den Atemwegen der Kronprinzessin vernäht. Are Holm stellte klar, dass bei Mette-Marit beide Lungen transplantiert werden sollen, was dem üblichen Vorgehen entspreche. Nach der OP folge ein engmaschiges Nachsorgeprogramm, in dem die Royal unter anderem auf Blutungen, Infektionen, Nierenprobleme und mögliche Abstoßungsreaktionen überwacht werde. Trotz dieser Risiken betonte Fiane, dass Lungentransplantationen in der Mehrheit der Fälle erfolgreich verlaufen.
Während sich im Rikshospitalet alles auf einen möglichen Eingriff vorbereitet, spielt sich parallel ein Familiendrama ab. Denn wie der norwegische Sender NRK berichtet, ist der Antrag von Marius Borg Høiby (29) auf Freilassung aus der Untersuchungshaft gescheitert. Marius wollte die U-Haft gegen eine elektronische Fußfessel eintauschen, um Mette-Marit in Oslo beistehen zu können. Doch das Gericht lehnte ab. Damit bleibt ihm nicht nur der Weg an die Seite seiner Mutter versperrt, er durfte laut Bericht auch nicht mit anderen Familienmitgliedern in die Klinik fahren. Besonders bitter: Laut VG zeigte sich Marius tief getroffen. "Er ist sehr traurig, dass er nicht bei seiner Mutter sein kann", sagte sein Anwalt Petar Sekulic.






