Trotz U-Haft: Marius Borg Høiby darf zu Mutter Mette-Marit
Nun gibt es eine neue Wendung im Fall Marius Borg Høiby (29): Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) darf seine Mutter offenbar doch kurzzeitig sehen. Wie der norwegische Sender TV 2 berichtet, hat der Strafvollzug angeboten, ihm eine sogenannte Vorführung zu gewähren – das bedeutet, er darf für einige Stunden aus der Untersuchungshaft entlassen werden und an einem Treffen mit Spezialisten über den Gesundheitszustand seiner Mutter teilnehmen. Dies soll in Begleitung von Polizisten aus humanitären Gründen geschehen.
Sein Verteidiger Petar Sekulic erklärte gegenüber TV 2: "Die Polizei hat keinen Finger gerührt, aber der Strafvollzug hat sich eingeschaltet und angeboten, ihn vorzuführen." Zuvor hatte die Polizei den Antrag der Verteidigung auf eine solche Vorführung abgelehnt – gegen das Angebot des Strafvollzugs erhob sie jedoch keine Einwände. Einen weitergehenden Antrag auf Freilassung aus der U-Haft lehnte die Polizei ab. Das Osloer Amtsgericht soll sich voraussichtlich am Montag mit diesem Antrag befassen. Das Urteil im Strafverfahren gegen Marius ist für den 15. Juni angesetzt. Er ist insgesamt in 38 Punkten angeklagt, die schwersten Vorwürfe weist er zurück.
Der Hintergrund ist äußerst ernst: Mette-Marit wurde diese Woche auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt. Die Kronprinzessin leidet seit Jahren an einer chronischen Lungenerkrankung – ihr Zustand hatte sich zuletzt so stark verschlechtert, dass eine Transplantation unausweichlich werden könnte. Marius hatte bereits versucht, die U-Haft gegen eine elektronische Fußfessel einzutauschen, um für seine Mutter da sein zu können – auch dieser Antrag war von der Polizei abgelehnt worden.









