Schwerkranke Mette-Marit besucht Sohn Marius im Gefängnis
Trotz ihres dramatisch verschlechterten Gesundheitszustands hat Kronprinzessin Mette-Marit (52) ein Zeichen tiefer mütterlicher Liebe gesetzt: Gemeinsam mit Ehemann Kronprinz Haakon (52) machte sie sich am Sonntag auf den schweren Weg zum Osloer Gefängnis, um ihren inhaftierten Sohn Marius Borg Høiby (29) zu besuchen. Das Paar verließ den royalen Wohnsitz Skaugum gegen Mittag und erreichte den Ort der Untersuchungshaft laut Dagbladet kurz vor 15:30 Uhr. Für Mette-Marit eine enorme körperliche Belastung: Da sich ihre chronische Lungenerkrankung zuletzt drastisch zugespitzt hat, wurde die Kronprinzessin inzwischen auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt.
Dem emotionalen Treffen hinter Gittern war ein zähes Ringen um einen Freigang vorausgegangen. Marius hatte verzweifelt versucht, vorübergehend entlassen zu werden, um seiner schwerkranken Mutter in dieser kritischen Phase beizustehen. Während die Staatsanwaltschaft diesen Vorstoß blockierte und das Verfahren an das Osloer Amtsgericht weiterreichte, zeigte sich die Strafvollzugsbehörde immerhin gesprächsbereit: Sie stimmte einem stundenweisen Freigang zu, wie Marius' Verteidiger Petar Sekulic gegenüber dem Sender TV 2 bestätigte. Dennoch spart der Jurist nicht mit scharfer Kritik am harten Kurs der Ermittler. "Ich habe nichts anderes hinzuzufügen, als dass die fehlende Bereitschaft der Polizei, hier zu helfen, sehr auffällig ist", kritisierte Petar das Vorgehen.
Die anhaltende familiäre Belastungsprobe zwingt nun auch die nächste Generation zum Umdenken und führt zu drastischen Veränderungen im royalen Terminkalender. Prinzessin Ingrid Alexandra (22) hat ihre Pläne für die nahe Zukunft vorerst auf Eis gelegt: Sie kehrte bereits nach Oslo zurück und wird ihr geplantes Studium im fernen Sydney vorerst nicht antreten. Stattdessen zieht es die Tochter des Kronprinzenpaares an die Universität Oslo, um ihrer angeschlagenen Mutter und der Familie in diesen dunklen Stunden nahe zu sein.







