"Ersatzgroßeltern" halfen Söder-Tochter durch Essstörung
Gloria-Sophie Burkandt (27), die Tochter von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59), spricht in der ProSieben-Doku "Born Famous" über eine der dunkelsten Phasen ihres Lebens. Neben dem schweren Mobbing, das sie in ihrer Schulzeit erlebte, offenbart sie nun auch, wie tief sie damals in einer Magersucht versank. Wegen ihrer Figur gehänselt und getreten, wollte die damalige Schülerin irgendwann einfach keine Mahlzeiten mehr zu sich nehmen. "Von heute auf morgen wollte ich nichts mehr essen", berichtet sie. Bei einer Körpergröße von 1,85 Metern wog sie zeitweise nur noch 59 Kilogramm. Gerettet haben sie damals zwei Menschen, die nicht zur leiblichen Familie gehören: Inge und Erich, beide 88 Jahre alt, die Gloria gegenüber Bild liebevoll als ihre "Ersatzgroßeltern" bezeichnet.
Inge und Erich standen Gloria in dieser schwierigen Zeit zur Seite. Vor allem Inge kämpfte liebevoll, aber bestimmt gegen die Essstörung an. "Da habe ich gekämpft mit ihr und war manchmal sehr streng", erinnert sich Inge im Gespräch mit Bild. Doch zunächst wollte Gloria-Sophie nicht hören – zu groß war der Wunsch, endlich akzeptiert zu werden. "Mein Vater, meine Mutter, Inge und Erich haben sehr darunter gelitten, dass sie mich magersüchtig gesehen haben. Weil sie sich gefragt haben, ob sie etwas anders hätten machen oder mehr hätten da sein sollen. Aber es hatte was mit mir zu tun. Und wenn du in einer Magersucht bist, nimmst du Gefühle von anderen nicht mehr wahr", erinnert sich Gloria-Sophie an diese schwere Zeit. Den Weg zurück fand sie schließlich auch über die Verliebtheit: Ein damaliger Freund kochte für sie, und der Appetit kehrte langsam zurück. Inges Fürsorge ist indessen bis heute spürbar: Egal wie viel Gloria isst, wenn sie zu Besuch kommt, besteht die Ersatzoma darauf, dass noch etwas nachgelegt wird, erzählt Gloria-Sophie.
Die besondere Verbindung zu Inge und Erich begann, als Gloria-Sophie erst fünf Jahre alt war. Ihre leiblichen Großeltern waren früh an Krebs gestorben, und als Inge bei der Beerdigung von Glorias Opa anbot, in den Ferien auf das kleine Mädchen aufzupassen, war das der Beginn einer tiefen Bindung. Weil ihre Mutter alleinerziehend und voll berufstätig war, wuchs Gloria zeitweise sogar bei dem Paar auf – Inge war damals Altenpflegerin, Erich Lehrer. In der Doku schwärmt sie: "Ein Tag bei Inge und Erich besteht aus Wärme und Liebe." Inge setzte sich damals auch aktiv gegen Glorias Mobber ein, holte sie mit dem Fahrrad von der Schule ab und sprach die Täter direkt an. Gloria-Sophie weiß, was sie an den beiden hat – und wie sehr das Paar sie auch als Mensch geprägt hat: "Wir sind oft Fahrrad gefahren. Ich habe gelernt, Gemüse zu mögen, zu kochen, wir haben Ausflüge in die Natur unternommen, und sie haben mir Sparsamkeit sowie Respekt und Ehrlichkeit als Werte fürs Leben mitgegeben", berichtet sie. In der Doku richtet sie an ihre Ersatzgroßeltern auch ganz direkt bewegende Worte: "Ihr seid mein Anker", bedankt sie sich bei den beiden.








