Opfer bleiben Urteilsverkündung von Marius Borg Høiby fern

Opfer bleiben Urteilsverkündung von Marius Borg Høiby fern

- Sandra Janke
Lesezeit: 2 min
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Am 15. Juni wird das Urteil gegen Marius Borg Høiby (29) vor dem Bezirksgericht in Oslo verkündet. Während der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) auf den Richterspruch wartet, haben sich nun mehrere Anwälte zu Wort gemeldet, die die mutmaßlichen Opfer vertreten. Sie gaben einen Hinweis, ob ihre Mandantinnen beim Verlesen des Urteils persönlich im Gerichtssaal erscheinen werden. Laut Dana Press wird nur eine der insgesamt sieben Geschädigten, die sogenannte "Geschädigte C", im Saal anwesend sein. Deren Vertreterin Hege Salomon sagte: "Sie wird anwesend sein." Außerdem erklärte sie: "Viele fragen nach der Strafhöhe, aber für sie ist es am wichtigsten, ob Marius in dem Anklagepunkt, der meine Mandantin betrifft, für schuldig befunden wird."

Die Anwältinnen Heidi Reisvang und Johan Christian Elden, die drei der mutmaßlichen Opfer vertreten, beschrieben die Lage ihrer Mandantinnen als belastend. Heidi erklärte gegenüber Nettavisen: "Die Geschädigten versuchen so gut es geht, ihr Leben weiterzuleben, sind aber natürlich von dem geprägt, was sie erlebt haben, dem Gerichtsverfahren und dem Druck der Medien." Zur Urteilsverkündung selbst stellte sie klar: "Keine von ihnen wird bei der Urteilsverkündung persönlich im Gerichtssaal anwesend sein, aber wir werden während des Verfahrens in ständigem Kontakt mit ihnen stehen." Auch Mette Yvonne Larsen, die Anwältin der sogenannten "Frogner-Frau" – Marius' letzter Ex-Freundin vor dem Prozess – bestätigte deren Abwesenheit knapp mit den Worten: "Nein. Das möchte sie nicht."

Der Prozess gegen Marius wurde im Februar und März 2026 vor dem Osloer Bezirksgericht verhandelt. Insgesamt umfasst das Verfahren 40 Anklagepunkte, darunter schwere Delikte wie Vergewaltigung, Gewalt in engen Beziehungen, Drogenkriminalität und die wiederholte Missachtung von Kontaktverboten. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten. Marius befindet sich seit Februar in Untersuchungshaft.

Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Imago
Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Imago
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby im Juni 2016
Getty Images
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby im Juni 2016
Könnt ihr nachvollziehen, dass fast alle mutmaßlichen Opfer der Urteilsverkündung fernbleiben?