

Auch Marius Borg Høiby fiebert im Knast bei der WM mit
Ganz Norwegen scheint nach dem spektakulären WM-Sieg gegen Brasilien (2:1) im Fußballrausch zu sein – und auch Marius Borg Høiby (29) soll das Turnier hinter Gittern verfolgen. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) sitzt im Hochsicherheitsgefängnis Ila westlich von Oslo in Untersuchungshaft. Wie er die WM-Spiele erlebt, verriet die Gefängnisdirektorin gegenüber Bild: "In der Haftanstalt herrscht das gleiche WM-Fieber wie draußen im Land, viele verfolgen die Spiele."
Laut Gefängnisdirektorin haben die Häftlinge gleich mehrere Möglichkeiten, die WM zu verfolgen. "Es gibt Fernseher in den Gemeinschaftsräumen und in den Zellen. Sie können Fußball schauen, wo sie wollen", sagte sie. Und das nicht nur tagsüber: "Da die Häftlinge alle Fernseher in ihren Zellen haben, können sie auch in der Nacht Fußball schauen, wenn sie das wollen." Das nächste Highlight für die fußballverliebten Insassen steht schon bald an – am 11. Juli trifft Norwegen im Viertelfinale auf England.
Marius war am 15. Juni zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Auf der Liste seiner Straftaten stehen unter anderem zwei Vergewaltigungen sowie "Misshandlung in nahen Beziehungen". Seine Anwälte haben Berufung eingelegt und fordern in diesen Punkten einen Freispruch, weshalb das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Mehrere Anträge auf vorzeitige Haftentlassung – zuletzt mit Verweis auf den Gesundheitszustand seiner Mutter, die Anfang Juni eine Lungentransplantation erhalten hatte – scheiterten vor Gericht. Die Richter lehnten sie stets mit Blick auf die Wiederholungsgefahr ab, da Marius zuvor wiederholt das Kontaktverbot zu seiner Ex-Freundin gebrochen hatte.










