Gefährliche Insassen: Marius Høiby kommt ins Ila-Gefängnis
Marius Borg Høiby (29) bleibt weiter in Haft und wird nun in ein anderes Gefängnis verlegt: Der 29-Jährige soll am Mittwoch vom Osloer Gefängnis ins Ila-Gefängnis in Eiksmarka bei Bærum gebracht werden. Dort verbüßen auch einige der gefährlichsten Straftäter Norwegens ihre Strafen. Zuvor war bekannt geworden, dass Marius bis zur Urteilsverkündung am 15. Juni in Untersuchungshaft bleibt. Das Berufungsgericht sieht laut Dagbladet weiterhin ein "offensichtliches Risiko", dass es bei einer Freilassung zu neuem Kontakt mit seiner Ex-Freundin kommen könnte. Für den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit bedeutet das jetzt nicht nur weitere Haft, sondern auch einen Wechsel in ein Hochsicherheitsgefängnis.
Hintergrund für die Verlegung ist laut dem Bericht, dass das Osloer Gefängnis abgerissen werden soll. Marius saß dort seit Februar in Untersuchungshaft. Sein Verteidiger Petar Sekulic sprach gegenüber Dagbladet von einer "besonderen Situation", weil nun ein neues Gefängnis gefunden werden musste und Ila die nächstgelegene Option sei. Trotz der Verlegung soll der Kontakt zur Familie möglich bleiben: Das Gericht hielt fest, dass das Gefängnis in angemessener Nähe zum Familiensitz Skaugum liege und Besuche nach den geltenden Regeln einmal pro Woche möglich seien. Außerdem könne Marius telefonieren und Videoanrufe führen. Er selbst hatte im Gericht allerdings deutlich gemacht, dass ihn vor allem beschäftigt, ob seine Mutter ihn dort überhaupt besuchen kann. "Wir wissen nichts über die Besuchsmöglichkeiten an dem neuen Ort. Wir wissen darüber gar nichts", sagte er laut Dagbladet.
Die familiäre Situation spielt in dem Fall schon seit Tagen eine wichtige Rolle. Erst vor Kurzem war bekannt geworden, dass der Gesundheitszustand von Kronprinzessin Mette-Marit (52) ein zentrales Thema im Zusammenhang mit der Haftfrage ist. Marius durfte laut Gericht seit Anfang Februar mehrfach das Gefängnis verlassen, zuletzt auch für ein Orientierungstreffen mit seiner Familie zur gesundheitlichen Lage seiner Mutter. Schon im Verfahren um seine mögliche Freilassung war die Erkrankung der Kronprinzessin angesprochen worden. Nun betonte Marius erneut, dass die bisherigen Besuche im Osloer Gefängnis auch davon geprägt gewesen seien, dass seine Mutter schwer krank ist.








