

Flugzeugabsturz: Forscherin Lydia Möcklinghoff stirbt mit 45
Schockierende Nachrichten aus Brasilien: Die deutsche Zoologin Lydia Möcklinghoff ist im Alter von nur 45 Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Das berichtet der Berliner Kurier. Die Forscherin, die international als Pionierin der Ameisenbären-Forschung galt und in Deutschland auch einem breiten TV-Publikum bekannt war, befand sich am frühen Freitagmorgen in einem Kleinflugzeug auf dem Weg in das Pantanal – eines der größten Feuchtgebiete der Erde –, um dort ihre wissenschaftliche Arbeit fortzusetzen. Ihr Ziel erreichte sie jedoch nie.
Das zweimotorige Flugzeug war kurz nach dem Start vom Flughafen Santa Maria in Campo Grande abgestürzt. Auch der 42-jährige Pilot überlebte den Absturz nicht. Berichten zufolge herrschten zu diesem Zeitpunkt dichter Nebel und schwierige Sichtverhältnisse – ein möglicher Faktor für das tragische Unglück. Die genaue Ursache ist bislang jedoch ungeklärt. Die brasilianische Luftfahrtbehörde Cenipa hat Ermittlungen aufgenommen.
Lydia war nicht nur in der Fachwelt eine angesehene Persönlichkeit. Die gebürtige Wilhelmshavenerin pendelte zwischen Köln und Brasilien und betrieb seit 2009 regelmäßig Feldforschung im Pantanal, wo sie Lebensweise, Verhalten und Schutz des großen Ameisenbären erforschte. Ihr Wissen teilte sie in Büchern, Vorträgen und zahlreichen Radio- und Fernsehauftritten – unter anderem war sie Gast in der Talkshow "Markus Lanz". Auch für den WDR war die Zoologin tätig und brachte mit Beiträgen für "MausLive" sowie den Reihen "Lydia im Pantanal" und "Lydias Pantanal-Abenteuer" vor allem jungen Zuschauerinnen und Zuschauern die Tierwelt Südamerikas näher.






