Prinz Harry verliert Datenschutzprozess gegen Daily Mail
Prinz Harry (41) hat seinen Datenschutzprozess gegen Associated Newspapers verloren – den Verlag hinter der Daily Mail und der Mail on Sunday. Richter Mr Justice Nicklin wies nun alle Klagen ab und begründete sein Urteil damit, dass die Kläger ihre Vorwürfe nicht ausreichend belegen konnten. Neben dem Herzog von Sussex gehörten auch Elton John (79), Liz Hurley (61) und Sadie Frost (61) zu den Klägern, wie Deadline berichtet. Das Urteil fiel, während Harry sich aufgrund einer Großbritannien-Reise ohnehin in London aufhielt – parallel stand ein Event für die Invictus Games auf seinem Programm.
Die Kläger hatten Associated Newspapers schwere Vorwürfe gemacht: Der Verlag soll unter anderem Personen damit beauftragt haben, private Telefongespräche abzuhören, korrupte Polizeibeamte für Insiderinformationen bezahlt und sich als andere Personen ausgegeben haben, um Zugang zu Krankenakten zu erhalten. Harrys Anwälte bezeichneten das Vorgehen als "abscheuliche kriminelle Aktivitäten und grobe Verletzungen der Privatsphäre". Associated Newspapers wies alle Anschuldigungen zurück und sprach von "absurden Verleumdungen, die nichts weiter zu sein scheinen als ein vorab geplanter und orchestrierter Versuch, die Mail-Titel in den Abhörskandal hineinzuziehen." Während des Prozesses hatte Harry selbst ausgesagt und dem Verlag vorgeworfen, das Leben von Herzogin Meghan (44), ehemals Meghan Markle, "zur Qual gemacht" zu haben.
Der Rechtsstreit ist nur einer von mehreren juristischen Schritten, die Harry in den vergangenen Jahren gegen britische Medien unternommen hat. Der 41-Jährige lebt seit seinem Rückzug aus dem britischen Königshaus im Jahr 2020 gemeinsam mit seiner Frau Meghan und den beiden gemeinsamen Kindern in den USA. Die Klage gegen Associated Newspapers war mit besonderer Spannung erwartet worden, da Harry und seine Mitkläger dem Verlag vorgeworfen hatten, auf rechtswidrige Methoden zurückgegriffen zu haben, um Informationen für Storys zu sammeln – ein Vorwurf, den Associated Newspapers von Beginn an vehement bestritten hatte.








