Willem Dafoe kuratiert eine verstörende Horror-Ausstellung
Das Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles macht sich bereit für eine ganz besondere Ausstellung: Am 26. September öffnet dort "The Horror Show" seine Türen – eine umfangreiche Schau zur Geschichte des Horrorfilms, die es laut Entertainment Weekly in sich haben soll. Schauspieler Willem Dafoe (70) und Regisseur Osgood Perkins saßen im Beratungsgremium des Projekts und halfen dabei, die Ausstellung zu formen. Zu sehen gibt es physische Requisiten, Kostüme, Fotografien und immersive Installationen, die einen tiefen Blick in die Welt des Genres werfen. Das Museum weist ausdrücklich darauf hin, dass die Inhalte nicht für alle geeignet sein könnten, und empfiehlt elterliche Begleitung für jüngere Besucher. "The Horror Show" läuft bis zum 25. Juli 2027.
Die Ausstellung ist in sogenannte "Kammern" unterteilt, die sich jeweils einem bestimmten Subgenre des Horrorfilms widmen – darunter Gothic, psychologischer Horror, Science-Horror, Slasher, Religion und Geister. Dabei werden Werke von Regieikonen wie Alfred Hitchcock (†80), John Carpenter (78) und Ridley Scott (88) beleuchtet. Filmklassiker wie "Psycho", "Alien", "Halloween", "Der Exorzist" und viele mehr sind Teil der Ausstellung. Nach dem Rundgang durch die einzelnen Kammern führt der einzige Ausweg durch den sogenannten Blood Room – einen Raum, der Besucher in einer finalen Darbietung mit "Galeriewänden voller Gore" konfrontiert und die vielen Texturen und Schattierungen von filmischem Blut zelebriert. Begleitend zur Ausstellung plant das Museum außerdem Sondervorführungen, darunter eine Screening-Nacht von "Carrie" anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Films, bei der Darstellerin Sissy Spacek persönlich anwesend sein wird.
Willem, der bereits in 37 seiner Filmprojekte auf der Leinwand gestorben ist, hat sich in seiner langen Karriere immer wieder für außergewöhnliche und grenzgängerische Projekte entschieden. In einem Statement zur Ausstellung erklärte er: "Kino im Allgemeinen weckt dein Staunen, aber Horror kann es zum Explodieren bringen. Es ist eine populäre Form, geboren aus bescheidenen finanziellen Mitteln und mit einem starken, dauerhaften Independent-Geist." Osgood ergänzte: "Horror ist entscheidend für Kultur und Kino und für unser sich weiterentwickelndes Verständnis davon, was es bedeutet, auf der Erde zu leben. Ich könnte mir keine größere oder bessere Feier der Filme und Geschichten vorstellen, die das Publikum so tiefgreifend und so lange beeinflusst haben."









